Seoul in Spring

Tja und dann bin ich direkt am ersten Freitag, den ich in Asien hatte, in den Flieger gestiegen, gen Seoul. Waren die ersten beiden Flüge nach Asien ziemlich anstrengend, weil extrem wackelig und mit nicht besonders freundlichem Personal ausgestattet, hat Korean Air alles wieder wettgemacht. Super chic, freundlich, geniales Essen und Service. Und, großes Plus: ruhige 2,5 h, in denen ich dann auch einen Teil meines Schlafdefizites ausgleichen konnte: Man kann so gut im Flugzeug schlafen. Einzig unschön waren die 30 Minuten Verspätung, die wir hatten – aber halb so wild dachte ich, ich habe ja immer noch genug Zeit und ich konnte am Horizont Nordkorea erahnen, was auch irgendwie ein Erlebnis ist. Genug Zeit? Denkste.

I used my first Friday in Taipei to jump on a plane to Seoul. As my first 2 flights to Asia were really exhausting, I didn’t look too forward to travel again but I have to admit, that Korean Airlines totally made that up. Super fancy (even economy class!), friendly, great food and service. And as the icing on the cake, it was a calm flight so I could catch some sleep finally. It can be so super nice to sleep on airplanes! The only jerky thing was that the flight was delayed for 30 minutes but I thought that was not so bad (hey I could imagine to see North Korea by plane which was both scary and fascinating) as I had enough time. Enough time? Nooope.

Wenn man nach Südkorea kommt, muss man zusätzlich zu einer Arrival Card (wer bist du, was machst du hier, wie lange willst du bleiben..) auch noch ein Zollformular (okay…) und eine Gesundheitsbestätigung (??) ausfüllen, beides gibt man ab und unterschreibt die Richtigkeit seiner Angaben. Die scheinen hier viel Wert darauf zu legen, wer wie mit was einreisen darf und ob man in den letzten drei Wochen unter Erbrechen litt oder einen Moskitostich abbekommen hat. So wirklich schaut da allerdings keiner drauf weil man den Zettel einfach nur abgibt. Ich hatte schon vorher recherchiert und mir einen Bus rausgesucht, der in 75 min direkt zur Haltestelle zwei Minuten von meiner Unterkunft weg durchfahren würde. Was ich allerdings nicht recherchiert habe, war der Seoul’sche freitags – Feierabendverkehr, der aus 75 Minuten mal eben 150 gemacht hat. Wäre alles kein Thema, hätte ich nicht geplant, mich mit meinen Kollegen zu treffen, die mich sogar extra von meiner Unterkunft abholen wollten. Das war dann aber alles nicht so kritisch, da sie selbst auch mit dem Auto unterwegs waren und für 11 km auch mal eben 1:40 h brauchten.

When you arrive in South Korea, you not only have to complete an arrival card (who are you, what are you going to do, how long are you going to stay…), but also a customs declaration (okay, been there, know that) and a confirmation of health (??). You sign all of these documents and hand them in; especially health seems very important like if you had a mosquito bite or were feeling unwell. But actually nobody looks closely as you just hand the documents in.. whatever. Luckily I did my homework on that and looked for a bus from the airport that will arrive near my hostel in about 75 minutes. I managed to find it but what I didn’t manage to predict was the Friday afternoon traffic. So – the bus just took 150 minutes instead of 75. That put me a bit into stress because I planned to meet some colleagues for dinner who wanted to pick me up from my hostel. But it turned out to be quite ok as they needed 1:40 h themselves for 11 kilometers. Lucky me.

Tja und dann war die Truppe fast am Verhungern und Verdursten und so kam ich in den Genuss von Korean BBQ (könnte mich nicht erinnern, schon mal so tolles Fleisch gegessen zu haben + krönender Abschluss rohes Rindfleisch, etwas wie Carpaccio, mit Birnenstreifen), die beliebte Bier-Soju-Kombination (Bier gemischt mit 15%igem neutralem Likör) und Asian Karaoke. Zwischendurch hat uns ein Kollege noch auf einen Aussichtspunkt gefahren und wenn sich die Lichter der Stadt unter einem auftun, ist das schon ein toller Anblick, insbesondere unter Einfluss von der besagten Bier-Soju-Mischung. Und beim Karaoke singen rast die Zeit und ich bin heiser, konnte aber mit einem meiner Lieblingssongs das Spiel für mich entscheiden – 100 von 100 Punkten für den guten alten Teen Spirit von Kurt (Cobain)! Meine Kollegen, stets sehr besorgt um die Sicherheit eines Mädels, die noch keine 30 ist und alleine unterwegs ist, haben mich noch zum Hostel gefahren (in Korea kann man Fahrer buchen, die einen im eigenem Auto heimfahren und sich dann selbst ein Taxi nehmen), was mich aber trotzdem nicht vor einem Beinahe-Unfall bewahrt hatte (wer rechnet damit, dass Motorroller nachts um 3 mit knapp 50 Sachen die Bordsteine entlang düsen?!).

As we needed so much more time unexpectedly, our group was starving and dying of thirst and this is why I was lucky enough to try Korean BBQ (I cannot remember having tried such good meat + in the end, we got carpaccio-like raw beef mixed with pear), the famous beer-soju combination (beer mixed with 15% neutral-tasting liquor) and Asian karaoke. In between, one of our colleagues drove us to a very nice viewpoint to see the amazing nightly lights of Seoul (especially after trying the described beer-soju-mixture). Singing karaoke, time flew by and my voice fainted but I was able to win the game with the good old Teen Spirit by Kurt (Cobain). YES. As my colleagues do worry a lot about a solo girl traveller, they had me driven to the hostel (in Korea, you can rent a driver instead of taxi who will drive you home in your own car and then takes a taxi himself) before going home themselves – but this didn’t protect me from a nearly accident: Who expects a motorcycle to be racing down the sidewalk at 3 am in the morning?!

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Seoul at night

Ich habe dann noch die Dusche ausprobieren müssen (das Klo duscht fröhlich mit, siehe Bild) und habe nach der Sicherstellung der Grundversorgung bei 7/11 meine Stadttour mittags am nächsten Tag gestartet. Mein Korean Friend Jake hat mich erst zum Food Markt geführt, wo ich die Gelegenheit bekam, koreanische Pfannkuchen aus Bohnen auszuprobieren. Wir haben fast zehn Minuten gewartet, bis zwei Plätze bei dem besten Hersteller des Marktes frei wurden. Anders als in Europa holt man sich hier nämlich nichts zum mitnehmen, sondern isst das – in lebendiger Atmosphäre – direkt am Stand. War echt lecker. Dann sind wir zu dem Changgyeonggung- Tempel gelaufen, einer der beiden Großen in Seoul. Eigentlich hatte ich aufgrund meiner Kamera den anderen Tempel präferiert (laut Internet mit Wasser-Panorama), aber dort in der Nähe fanden gerade die Demonstrationen gegen die gegenwärtige Präsidentin Park Geun-Hye statt und das wirkte mit abgesperrten Straßen und Massen an Polizisten dann doch zu herausfordernd (später erfuhr ich von Jake, dass an diesem Wochenende um die eine Millionen Menschen demonstriert hatten).

I simply had to try the shower in the night (the toilet happily joining the shower, see pic) and after securing my basic supply at 7/11 on the next day, I started my city tour at noon. My Korean friend Jake introduced me to a food market where I could try Korean pancakes made from beans. We had to wait for almost 10 minutes until we got 2 free spaces at the best pancake booth there. Different from Europe, you eat your food directly at the booth in the very vibrant atmosphere (no takeaways!) – was delicious. Then we went to the Changgyeonggung temple, a big one in Seoul. Actually I preferred the other once because of my camera (looked like it had some water around which will make great photos), but close to this one, there were demonstrations against their president ongoing. So the masses of police seemed a bit too challenging, therefore we went to the other one. Later, Jake told me that there were about 1 million people protesting at this weekend so this was a good choice.

Seoul tower war dann der nächste Anlaufpunkt und Busfahren ist in Korea auch nicht so einfach, man muss seine Ubahnkarte nämlich beim Ein- und Aussteigen scannen. Es piepst immer, selbst wenn es nicht erkannt wurde und man die Karte nochmal dran halten muss, diese Ansage versteht man allerdings nur wenn man Koreanisch kann. Im Tower haben wir erst den OLED Tunnel bestaunt und uns dann auf die wohl aussichtsreichste Starbucksterrasse Koreas gesetzt. Als die Sonne unterging, konnte man hier besonders tolle Fotos schießen – toller Blick von der Toilette aus inklusive. Letzter Stopp für einen langen Tag war ein koreanisches Restaurant mit entsprechendem Menü, aber tollem Essen. Ich muss sagen, insbesondere im Vergleich zu Taipei ist die Sache mit dem Essen hier deutlich schwieriger. Kann man kein Koreanisch, braucht man sich in viele Restaurants gar nicht erst reinzuwagen (vielleicht ist das auch meine Vorsichtsdenke…), während es in Taipei oft Menüs auf Englisch, Bilder vom Essen und englischsprachige Bedienungen gibt. Deshalb bin ich umso dankbarer, dass ich einen Local an der Seite hatte und wirklich tolles Essen probieren konnte.

Seoul Tower was the next stop and taking the bus is not that easy in Korea because you have to scan your subway card both when entering and leaving the bus. It always beeps even when it is not properly scanned, just with an additional remark in Korean. We enjoyed the OLED tunnel and then visited the Starbucks terrace with probably the best view all over Korea. Especially when the sun went down, I was able to shoot some nice pics – even the toilet window has a great view over the city! Last stop of a long day was a Korean restaurant with only a Korean menu but with amazing food! Especially compared to Taipei, the food supply is in Korea much more challenging if you are not able to communicate in Korean. In Taipei, lots of menus are in English or pictures which helps. But this is the reason why I so much appreciate Jake’s help in this great city.

Schließlich bin ich – nach einem fantastischen Mittagessen am nächsten Tag – nach Gangnam gewechselt. Hier hat die Firma, für die ich arbeite, ihr Office und entsprechend um die Ecke wurde ich untergebracht. Ich will nicht vorenthalten, dass ich zwischendurch mal einen „Zurück-in-die-Komfortzone-Stopp“ gebraucht habe und deshalb eine gute Stunde in Starbucks mit English Breakfast Tea investiert habe. Ein hoch auf globale Ketten!

Finally – after a great lunch on the next day – I moved to Gangnam where the company that I work for has its office. I have to admit that I needed a “back to the comfort zone” stop at Starbucks where I had some beloved English Breakfast tea. Cheers to global food chains!

Die letzten Tage in Seoul waren für mich Arbeiten im Korea-Office inklusive tollem Mittag- als auch Abendessen. Von der Freundlichkeit und den gastgeberischen Fähigkeiten dürfen sich die Deutschen wirklich mal eine Scheibe abschneiden. Wahrscheinlich vergisst man, wenn man selbst nicht so viel unterwegs ist, wie viel einfacher es ist, von einem Local etwas an die Hand genommen zu werden, insbesondere dann, wenn man die Sprache nicht kann. Ich für meinen Teil habe daraus gelernt und ich schätze wahnsinnig, was die Kollegen bzw. Locals für mich vor Ort geleistet haben. Und das betrifft nicht nur gemeinsame Mahlzeiten, sondern auch das Organisieren einer UBahn Karte (ungefragt!), das Begleiten zur Station und schließlich rauszufinden, wo und wann der Bus zum Flughafen fährt und wie man an das Ticket kommt.

The last days in Seoul were working in the Korea office including great lunch and dinners with my colleagues. Regarding hospitality and openness, Germans can really learn a lot here. Probably one forgets about the importance of having a local going somewhere with a guest, especially if there are language barriers. At least I definitely learned from that and I appreciate very much what Jake and my colleagues did for me. And this is not only regarding lunches and dinners but also about getting a subway card (I didn’t even ask for that), accompanying me to the subway station and to dig out where my bus leaved and where to buy the ticket.

Einzig wie genau die Toiletten funktionieren habe ich mich dann doch nicht getraut zu fragen, sondern gegoogelt. Und siehe einer an, selbst bei den ganzen Schaltern und Knöpfen gibt es fast immer eine ganz normale Spültaste. Weiterer Funfact: In koreanischen Restaurants, auch welche mit Kellnern, zahlt man nicht am Tisch (also nix mit Herr Ober, bitte zahlen), sondern man geht vor den Tresen und zahlt dort. Das führt bei Fremden zwischenzeitlich zur Verwirrung und sorgt bestimmt auch für den einen oder anderen Lacher, wenn man als Koreaner in Deutschland unterwegs ist. Außerdem ist es wirklich ratsam, immer etwas mehr Zeit einzuplanen, abhängig davon, über wie viele Fußgängerampeln man muss. Denn die sind gerne mal mehrere Minuten lang rot.

I just didn’t dare to ask how some toilets work (high-tech), I just googled and it turned out that they almost always have a usual button for this. Next fact: In Korean restaurants, you don’t pay at the table but take your bill rather to the counter. This led me to confusion and I am sure it leads to such when Koreans visit Germany. Also I can only recommend to plan a bit more time if you walk somewhere, especially if you intend to use pedestrian lights – they can make you wait for several minutes.

Und zu guter Letzt hatte ich nach ein paar sehr sonnigen Tagen bei milden 6-10 Grad natürlich wieder etwas Sonnenbrand. Hach ja, wie sollte es auch anders sein. Das war es definitiv wert. Seoul & seine Menschen waren wirklich gut zu mir.

Last but not least, after a few sunny days at 6-10 degrees, I gained a bit of sunburn as always. Yeah, what else. But this has been worth it for sure. Seoul & its people were so good to me.

Florida fever

September 2013 – another trip due to the USA, this time: Florida. Cheaper flights than to California and going to the same part of such a huge country for the 3rd time seems a bit … limited. So yay let’s go for a tropical climate this time. Just without mosquitos.

So let’s start with a few absolute cliché pictures about Miami and what you see when you drive around in your over-sized SUV.

 

Driving north of Miami, first stop was Cocoa Beach. Oh and if you visit in September, make sure to be prepared for the tropical afternoon rain (not comparable to anything you can experience in Europe!! Umbrella not needed as no use…)

Made our way to Cape Caneveral to see the space shuttle, rockets of all kinds and to get into the spacy stuff which was way more interesting than I expected tbh. American history 😉

Next stop in line were Springfield and Hogwards / Hogsmeade in Universal Studios / Wizarding World of Harry Potter. Though the absolut tourist-magnet, I strongly recommend it, especially if you are the European traveller. What the US guys are capable of when it comes to those kinds of leisure park, is beyond compare to any European standards. Do go to Europapark (in Germany) definitly before coming here!!

Off to west coast next – beautiful beaches, whiter sand than at the Atlantic coast and much warmer water. Looks a bit like the Baltic Sea cost in my opionion (see my Germany posts).

Next: Crocodile farm. These lovely guys came to be fed. As far as I could see, the conditions they’re kept in are okay. All that they do for entertainment is to feed a few times a day with giant dead rats.

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We made all our way down to Key West after this. I can so much recommend going there, the drive is really extraordinary (make sure you like lots, lots of water). And welcome the little visitors that join you at the pool ❤

Also of course we took the opportunity to get this photo before emerging in the lovely orchid gardens. At night, Key West old quarter is pretty. If you look for the right place, insert Hard Rock Café Key West in your navi and it will take you to the street you were probably looking for.

Overall: Florida is a really nice place if you look for some vibrant cities (Miami), nice beaches (Cocoa beach and west coast), one or two days pure touristy fun (Universal Studios Orlando), a funny animal encounter (Alligator farm near Tamiami trail) and a smooth chilly athmosphere (Key West). This is why I like the US very much for vacation as you can get to enjoy so many different things.

 

Hong Kong rocks!

My first glimpse of Asia in December 2014. Whereas I was told multiple times that this is not the real Asia, just a „light“ version.

Well yeah no matter what, this city was really stunning in so many ways! A fairly new dimension for the European traveller and fascinating to see!

Recommendations:

1. Victoria Peak for sure – even with a taxi or bus instead of the crowded train

2. Go into a local restaurant BUT make sure you get your meat without bones (I was told to do that for whole Asia except of when you order Beijing Duck or dumplings).

3. Lights on the other side – look from Kowloon to HK island – or via the ferry in 4:

4. Take the ferry from Kowloon to Hong Kong island or vice versa. Impressive views and really easy to do.

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5. Plan some time to spend in one of the parks – as a former British colony they are really good in gardening! If you have time, consider going to Chi Lin Nunnery (close to a tram stop) and to Nan Lian Garden right next to it. Amazing views!

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As I am writing this 3 years later, let me focus primarily on pictures instead of text.

10 greatest flower pics

When on travels, I love to take pictures of either flowers or stunning sceneries with flowers in the front. No matter where, I just love it. So therefore see my most beautiful pictures in this category. I hope you enjoy them.

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Abel Tasman, New Zealand South Island, December 2014

 

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Forum Romanum in Rome, Italy, September 2016

 

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Rüdesheim, Germany, September 2016

 

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St. Pauls in London, UK, August 2016

 

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Dartmouth, Devon, UK, June 2016

 

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Sevilla, Spain, May 2016

 

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South West Coast Path, Torbay, UK, to the way to Hope’s Nose, June 2016

 

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Key West, Florida, USA, September 2013

 

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Rhodes, Greece, July 2014

 

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Outstide Topkapi Palace, Istanbul, May 2015

Rome or the insignificance of human life

Wo anfangen… ewige Stadt, Rom. Der Ewigkeit so nah. So nah in Europa und mit 27 das erste Mal dort gewesen, das gesehen und berührt, was vor 2000 Jahren war und – so zu hoffen – auch in 2000 Jahren dort noch sein wird. Was dann sicherlich nicht mehr sein wird, bin ich. Sind wir, alle, die diese Zeilen lesen. Und dann wird dem im ersten Moment so begeisterten und vordergründig kultivierten Besucher schmerzlich bewusst, dass das eigene Selbst, das ich in all dem was es sein kann und zu sein vermag, eben doch nur das ist: Wahr für den Moment, wahr für jetzt, wahr für das ich. Und wenn die Ewigkeit das nächste Mal einatmet, verschwunden.

What to write about the eternal city, Rome. So close to eternity. So close in Europe but first time there at 27 years, touched and saw what has been built 2000 years ago and hopefully will remain there for the next 2000 years. What will be gone by then is me. Is us, is everyone reading those lines. This is the moment when the superficially sophisticated visitor has to accept the fact that the own self, all that it is and ever will be, is just true for the moment, true for now, true for the self. And as soon as eternity catches breath again, will be long gone.

Jedes Reiseziel hat bekanntermaßen seine must-sees und in einer Stadt wie Rom gibt es da offensichtlich einige solcher: Angefangen beim Vatikan über den Petersdom, Sixtinische Kapelle und Petersplatz über das Kolosseum, Forum Romanum endet dies abhängig von der individuellen Meinung des Besuchers in der Regel am Trevi-Brunnen. Ich kann hier allerdings gemischtes Feedback zu Protokoll geben, allerdings trotzdem nicht guten Gewissens von etwas abraten. Denn auch wenn beispielsweise eine Vatikantour schon dem Klischee entspricht und zumindest die Sixtinische Kapelle etwas überbewertet scheint (ja okay die Decke ist ganz nett, aber ansonsten einfach nur voll und unspektakulär), ist der Petersdom sowohl von innen als auch von oben die Reise definitiv wert! Über das Kolosseum bei Nacht (keine Schlangen und romantische Beleuchtung) und das Forum Romanum (wow!) kann ich nur positiv berichten.

Every destination has its own must-sees and oviously, Rome has quite a few of them. Starting from Vatican to St. Peters Basilica, Sistine Chapel, St. Peters Square to Colosseum, Forum Romanum, this list ends depending on the visitor mostly at the Trevi fountain. Well, I have to provide mixed feedback about those but cannot  recommend skipping one of them. Even if a tour through the Vatican fulfils the Rome clichée and the Sixtine Chapel is slightly overrated (nice ceiling but so what?), at least St. Peters Basilica is totally worth the journey – as well as from the inside and from the top! Also, Colosseum at night to avoid the crowds and to catch the romantic lighting as well as Forum Romanum is definitly a good choice.

Was allerdings diese Reise drei bis fünf Mal reisenswert machte, waren folgende Highlights und zwar alle kostenlos.

What really made this trip worthwile in fact were the following highlights which were all free:

Platz 4: Piazza Navona. Leben, Musik, Lachen. Menschen, die sich von Terror, Angst und der Endlichkeit des Seins nicht beeindrucken lassen und ihr Leben feiern. Die Atmosphäre dort und in den kleinen Gassen drumherum sprüht vor Lebendigkeit und Lebensfreude.

#4: Piazza Navona: Life, music, a good laugh. People who do not seem to care about terrorism, fear and the own finiteness just having a good time. A really vivid atmosphere at this piazza and in surrounding streets.

Platz 3: Engelsburg und dazugehörige Brücke im Dunkeln. Was bei Tag doch recht einfach und fast schon enttäuschend anmutet, ist bei Nacht ein Märchen. Ein folgender Spaziergang an der Tiber entlang vergoldet den Abend.

#3: Castell Sant‘ Angelo and its bridge at night. At daytime, this looks a bit odd but turns into a glow-in-the-dark fairytale. Ideally followed by a stroll at the Tiber perfects a night.

Platz 2: Pantheon. Wer hätte gedacht, dass so eine simple Kirche, die größtenteils von außen so gar keine Ästhetik versprüht, so zu beeindrucken weiß? Die Säulen, die Mauern, die zu dem Besucher sprechende Ewigkeit. Und von innen setzt sie sogar noch eins drauf. Wahnsinn. Tipp: auf den Mauern rechts und links eine Weile im Schatten sitzen und den Musikern auf dem Vorplatz lauschen.

#2: Pantheon. Who would have guessed that a rather simple church like this which looks a bit bulky from the outside can impress a traveler so much? The columns, the walls, the eternity speaking to the visitor. And it’s even better from the inside – amazing. My personal hint: Spend a bit of your precious time sitting on the walls to the left or the the right and listen to the great musicians at the piazza.

Platz 1: Fontana di Trevi. WOW. Ich war zwar in Las Vegas an dem Imitat, weigere mich dennoch zu glauben, dass es das sein sollte, was sie nachbauen wollten. Definitiv sowas dran vorbei, in allen Aspekten! Idealerweise spät abends oder früh morgens hingehen, das scheint nicht nur mein Highlight gewesen zu sein.

#1: Fontana di Trevi. WOW. Well I have seen the Vegas‘ copy of it but still I cannot believe that this was what they tried to imitate – no way! Walk by late evening or early morning as this amazing place seems to be a highlight for lots of Rome visitors.

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Oh ja und last but not least: EATaly anstatt Italy. Oder wie war das…? Definitiv nicht am Essen sparen, sowohl monetär als auch kalorientechnisch keine gute Idee, nicht in dieser Stadt und schon gar nicht in diesem Land! Ob Pizza im Steinofen, selbstgemachte Pasta oder kaltes Gelato in der Hitze, ich kann gar nicht genug schwärmen. Nur nicht unbedingt direkt an den großen Plätzen wie Pantheon oder Piazza Navona dinieren (wobei die Versuchung natürlich groß ist!), aber hier fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis oft zu Ungunsten der Gäste aus. Leckeres Eis gibt es an jeder Ecke, aber besonders bei Giolitti in der Via Uffici del Vicario 40. Oh und der Wein.. der wunderbare Hauswein in weiß oder rot, der mit etwa 10 Euro pro Flasche im Vergleich zu einem Glas Bier zu 6 € pro Glas auch investitionstechnisch Sinn macht. Und die Kombination mit einer großen Flasche Wasser zu etwa 3-4 € ist definitiv sinnvoll. Ach und selbstverständlich können alle Kellner zumindest ein deutsches Wort: Gewürztraminer.

Last but not least: EATaly instead of Italy, right? Do not hold back in food terms (neither monetary nor dietary) in this country! Pizza from stone oven, home-made pasta or icy gelato in the heat makes an almost perfect trip. Just do not chose the big crowded piazza restaurants due to the rather disadvantegous price-performance-ratio. You can find great ice cream all around the city but especially at Giolitti in Via Uffici del Vicario 40 (Limoncello ice cream!! Jackpot!) Go for wine (bottle about 10 €) instead of beer (glas about 6 €) and add a big bottle of water to it (about 3-4 € which is cheap for Europe). And of course, all the waiters do know at least one German word: Gewürztraminer.

Die andauernde Hitze bei etwa 32 Grad plus Sonne (und das im September!!!), wo immer kein Gebäude oder Baum im Weg stand, macht auf Dauer dann doch etwas zu schaffen. Umso besser, ein Hotel mit Klimaanlage zu buchen (gibt es welche ohne in dieser Stadt?) und – man gönnt sich ja sonst nix – mit großer Badewanne zum Entspannen. Empfehlenswert wenn auch bedingt steuerbar ist ein Sommerregen in Rom bei immer noch 28 Grad. Ein ganz seltsames Gefühl, dass der Regen nichts ausmacht, dass gar nicht das Ziel ist, sich ihm zu entziehen, sondern dass er einfach nur gut tut.

The remaining heat at about 32 degrees plus sun (September – don’t want to visit in July or August) can be difficult to bear with. Therefore book a hotel with air con (probably there won’t be some without) and ideally with a large bath tub to relax after a long day. I can also recommend to enjoy a warm cosy summer rain with no need to run away from the wet.

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Und was bleibt dem ich davon? Die Erkenntnis, dass das eigene Leben dann doch über eine gewisse Unbedeutsamkeit weil Endlichkeit verfügt. Dass es ohne einen selbst schon so lange funktionierte und dass das auch nach einem der Fall sein wird. In 2000 Jahren, wenn sich niemand mehr an einen erinnert ist es egal, wie man gelebt hat. Was andere über einen gedacht haben oder deren Erwartungen. Dann zählt nur, dass man das getan hat, was einen glücklich gemacht hat. Dass man getan hat, was man wollte, dass man ausprobiert, genossen, versagt und gewonnen hat. Dass man niemals aufgegeben hat. Dass man glücklich war. Und das ist es, was mich am Reisen so fasziniert: Ich sammele keine Andenken, ich sammele Veränderungen in mir. Durch jede meiner Reisen einen neuen Aspekt, ein Stück mehr von mir. Und ich kann sagen: Das macht mich glücklich, denn ich muss nur mir selbst gegenüber Rechenschaft ablegen. Und dann kann ich hoffentlich irgendwann zurückblicken und mir denken: In 2000 Jahren wird sich zwar niemand mehr an mich erinnern –  aber ich allein habe dafür gesorgt, dass sich mein Leben gelohnt hat. Auch wenn ich verschwunden sein werde, sobald die Ewigkeit das nächste Mal ausatmet.

So what is left for the self? To realize that the own life is insignificant because it is finite. The world has worked without one for such a long time and this will continue after one passed away. In 2000 years, when nobody will remember you, it won’t matter anymore how you actually lived. What others thought about you or what they expected your life would be. The only thing that matters is that you did things you loved, that you did you actually wanted to do. That you never gave up. And this is the part that I adore so much about traveling: I don’t collect stuff, I collect changes in myself. Through all of my journeys I discover a new aspect of myself. And therefore I can say: This makes me so happy. And one day I might look back thinking that there will not be anyone remembering me in 2000 years time but I was the one who made my life worth it. Despite being long gone when eternity exhales the next time.

We travel not to escape life but for life not to escape us.

 

Andalucia: Tapas, Flamenco y Sherry

In German and English. No Spanish to be found exept of the headline.

Im Sinne des Dalai Lamas „Gehe einmal im Jahr dorthin, wo du noch niemals warst“ (ich interpretiere „dorthin“ als Land) bin ich Anfang sowohl Ende Mai nach Spanien gereist. Wie, noch nie da gewesen? Jupp, obwohl ich mein ganzes Leben bis natürlich auf meine Reisen in Europa verbracht habe, bin ich unabsichtlich noch nie in den sonnigen Teil des Kontinents gereist. Soweit so gut. Um das zu ändern habe ich beschlossen, mir gleich zwei (wahrscheinlich) sehr unterschiedliche Regionen des Landes anzuschauen: Andalusien und Barcelona.

Following Dalai Lamas „Once a year, go some place you’ve never been before“ (interpreting „place“ as country), I decided to travel to Spain early as well as late May. So yes, I’ve never made it to Spain before though having spent my entire life in Europe (except of my international travel of course). Actually there was no intention not to travel to the sunniest part of Europe (is it?), just coincidence that my way didn’t guide me there yet. So in order to change that, I picked 2 probably very different ergions / cities of Spain: Andalucia and Barcelona.

Per Autorundreise in der südspanischen Region ist man selbst innerhalb einer Woche in der Lage, sich einige Städte anzuschauen. Durch einen Zwischenstopp in Madrid für ein paar Stunden war auch die spanische Hauptstadt mit im Programm wo ich mich durch einige Markthallen gegessen habe um dann rechtzeitig vor dem Champions League Spiel von Real gegen Manchester City wieder im Flieger Richtung Küste zu sitzen. Trotzdem bekam ich hier schonmal einen Einblick in die Sprache, etwas Kultur und vor allem: das Essen.

By exploring the region by rental car, one can see quite a few cities even within one week’s time. With a layover of about 7 hours in Madrid I also managed to see the spanish capitol: Eating through some food markets to be back in the plane just in time before the Champions League semi final Real vs. Man City. However, I managed to get a first idea about the language, culture and last but definitly not least: the food.

Nach der Landung in Malaga und den anfänglichen Schwierigkeiten, den Mietwagenanbieter zu finden (tja, das ist nun mal der Nachteil bei Low-Budget anti Sixt / Hertz) stellte sich heraus, dass dieser 3 km vom Flughafen entfernt seine Geschäfte betreibt. Sogleich ging es mit dem Wagen Richtung Granada weiter, was die Erkenntnis mit sich brachte, dass das kostenlose Handynavi zwar überall hinführt, allerdings selten Einbahnstraßen als solche anzeigt. Früh am nächsten Morgen stand dann die Alhambra auf dem Programm und trotz stark bewölktem Himmel regnete es glücklicherweise nur kurz. Ich bin mir bewusst, dass die Alhambra ein Tourimagnet ist, aber ja, man muss das echt mal gesehen haben (allerdings: Unbedingt Karten online kaufen!). Ohne dass ich je in Nordafrika war, stellte ich mir das so oder so ähnlich vor (zumindest Marokko) unter dem Einfluss der Mauren. Wunderschön.

After arriving in Malaga and successfully meeting the challenges of finding the low budget car rental company that I booked a car with, it seemed that they ran their business from t 3 kms away from the airport. After picking up the car I made my way to Granada immediately while figuring out that my free mobile nagivation app was actually quite good but didn’t display one-way streets properly. Still, I made it to Alhambra early next morning. Despite the cloudy sky, there was fortunately only a bit of rain that morning. I am aware that the Alhambra is very touristic place (which I usually try to avoid) but well, you definitly have to go there when you’re in that region (but PLEASE buy your tickets online in advance, will make your day!). Without ever having traveled to northern Africa, this might be similar (at least to Morocco) with the Moors influence. Really gorgeous.

Nächste Station war Córdoba, was ich trotz einigen zusätzlichen Kilometern Strecke wärmstens empfehlen kann. Kulinarische Highlights extrem günstig, eine wunderschöne süße Altstadt und die Mezquita-Moschee beeindruckt.

Next destination was Córdoba which I can highly recommend even when having to drive some additional hours to get there. Great cheap Tapas, a beautiful very historic city centre and the Mezquita mosque impressed me a lot.

Weiterer Pluspunkt: Das Hotel war zwar das Teuerste auf dieser Reise, hat sich aber mehr als gelohnt! Hier haben die Bilder nicht enttäuscht und ich kann es mit bestem Gewissen empfehlen: Palacio del Corregidor in der Calle Sánchez Pena. Beste und günstigste Tapas auf der ganzen Reise: Ein unscheinbares Restaurant in der Calle Enrique Romero Torres genannt Restaurante Museo de la Tapa y el Vino.

Additonal plus: the hotel being the most expensive one on my trip, it was totally worth it! Pictures on the booking website were 100% authentic and again, I can highly recommend it to you: Palacio del Corregidor in Calle Sánchez Pena. Best and cheapest Tapas in the whole week: A small restaurant located in Calle Enrique Romero Torres called Restaurante Museo de la Tapa y el Vino.

Sevilla und Cadiz, die nächsten Stationen der Reise, haben mich persönlich nicht  überzeugt: Sevilla war mir irgendwie zu voll, wobei die Kathedrale zu beeindrucken wusste und eine Flamenco-Vorstellung doch recht spannend war (mir war nicht bewusst, dass das ja irgendwie Klagelieder sind…) und in Cadiz hatten wir leider so schlechtes Wetter, dass Rausgehen zwangsläufig mit nass werden verbunden war. Dafür habe ich dort mein allererstes Upgrade auf eine Suite erhalten und eigentlich ist Dauerregen in einer Whirlpool-Badewanne mit Dachfenster oder im Himmelbett mit einem guten Sherry gar nicht so schlecht.

Sevilla and Cadiz, the next 2 stops on the itinerary didn’t impress me that much (just personal pov). Sevilla was really crowded whereas the cathedral was nice to take a look at (outside and inside). Also I attended a Flamenco show which was quite cool (it didn’t occur to me that the Flamenco is a rather kind of sad thing) and in Cadiz, the weather conditions turned so bad that the meaning of going outside was the same as getting soaked. Still, I reserved my very first upgrade from a standard room to a suite and constant rain is not so bad when lying in a whirpool bathtub with a roof window or in a four poster bed accompanied by a good Sherry.

 

In El Puerto de Santa Maria am Santa Catalina Beach, quasi die Antwort des spanischen Festlandes auf die vorgelagerte, nur durch Brücken angeschlossene Insel Cadiz, konnte ich dann einen Geburstags-Strandaufenthalt verbringen – zumindest für etwa eine Stunde, bis der Himmel einmal mehr meinte, zu zeigen dass es in Andalusien auch nass werden kann. Ich hatte mit Musik und lustigen Fotos trotzdem meinen Spaß.

In El Puerto de Santa Maria at Santa Catalina Beach which is actually the response of mainland Spain to the seperated-only-connected-by-bridges island Cadiz I spent quality birthday time at the beach. Ok, just for an hour until the sky was of the opinion to show that Andalucia can also get really wet. But I had a really good time with my playlist and funny photos.

Über Marbella ging es schließlich zurück nach Malaga und hey, endlich war das Wetter dann mal so wie man es von Südspanien erwartet hatte oder zumindest wie ich das in meiner Naivität angenommen hatte. Und sowohl Marbella (obere Bilderreihe im nächsen Bilderblock) als auch Malaga (Bilder unten) waren überraschend nett. Nach einem netten warmen Abend in Malaga ging es schließlich über Tapas und Fino nach Hause und es ist irgendwie traurig, dass es sowohl sehr viel weniger Kreisel als auch deutlich weniger Sherry in Deutschland gibt.

Via Marbella I got back to Malaga and finally the weather was like I expected it to be in southern of Spain (maybe I’ve been to naive?). And Marbella (upper picture row) as well as Malaga (lower pictures) were surprisingly nice locations. After a final nice warm evening in Malaga via Tapas and Fino, I returned home and it’s really sad that there are significantly less roundabouts as well as Sherry in Germany.

 

Fazit: Ich würde wieder dorthin reisen, mich allerdings bei einer zweiten Tour auf die Route Malaga – Granada – Córdoba festlegen (plus eventuell ein paar Tage in Marbella am Strand), um die Beziehung zu den süßen kleinen Altstädten, leckeren Tapas und günstigen Finos zu festigen. Und was denkst Du? Was ist Dein Geheimtipp in der Region oder lohnen sich andere Ziele in Spanien?

Conclusion: I’d definitly go there again but intend to focus on the cities Malaga, Granada and Córdoba (with additional beach days in Marbella maybe) to work on my relationship to super-cute old towns, tasty Tapas and cheap Finos. What do you think? What are your recommendations for that region? Are there other great cities / regions to travel in Spain?

Catalunya insights in Barca

Seit einigen Tagen bin auch von meiner zweiten Spanientour zurück, dieses Mal Barcelona in Katalonien. So unterschiedlich wie Deutschland in verschiedenen Regionen ist, so verschieden sind auch Andalusien und Katalonien. Und natürlich die schiere Größe der besuchten Städe. Während ich in andere europäischen Metropolen wie London und Paris schon mehrmals gereist bin, stelle ich fest, dass sich Barca in zwei Punkten wesentlich unterscheidet: Der Strand in einer Großstadt und die Tourimassen, die dort ihr Geld lassen.

Barcelona scheint wirklich das Problem zu haben, dass einfach zu viele Touristen die Stadt sehen wollen, insbesondere in den letzten Jahren. Mehrfach haben mich Locals darauf hingewiesen, dass es im Juli und August noch viel voller ist als Ende Mai (das will ich dann wirklich nicht sehen!), und man musste jetzt schon für Mittag- und Abendessen anstehen (teilweise wirklich 20-30 Minuten in durchschnittlichen Restaurants!).

Back a few days from my second vacation in Spain, this time Barcelona in Catalonia. As the regions in Germany are very different, so is Andalucia and Catalonia too. And of course the cities sizes influence one’s impression a lot. Having visited other European hotspots lilke London and Paris quite a few times, I think that there are 2 major differences in Barcelona: A nice beach almost directly located in the city and the masses of tourists that are keen to spend their money. Still, Barcelona really seems to have the issue of too many tourists coming into the city, especially in the last years. I was told by several locals that the city is even more crowded in July and August (I WILL NOT visit the city then!) and even in late May, one had to wait for a table for lunch or dinner (about 20-30 minutes in an average restaurant).

Davon aber mal abgesehen, ist schon das Wetter ein Traum. Viereinhalb von 5 Tagen sonnig, zuverlässig um die 27 Grad und wenn mal Regen, dann für eine Stunde maximal. Wenn man sich nicht gerade in der Altstadt treiben lässt und sich in Weißwein, Seifenblasen, die Kathedrale und sonderbare Schuhdesigns (für 69,90 € doch ein Schnäppchen) verliebt, lädt das Strandviertel Barceloneta inklusive Strandbars zum Verweilen ein.

Apart from that, the wheather is really great. Actually always sunny with 27 degrees and if rain at all, just for an hour maximum. If not getting lost in the historical part of the city to go fall in love with white whine, soap bubbles, the cathedral and funny shoe designs (actually a bargain for € 69,90), the beachy part of the city invites folks to spend time at the beach or in beach bars.

Wer sich am Strand sein Plätzchen gesucht und gefunden hat, ausgiebig die Palmen gewürdigt und die Versorgung mit Cocktails (ja, da sind mobile Mojito/Sangria-Verkäufer, und zwar so viele dass 2 auf einem eher zufällig geknipsten Bild gelandet sind) sichergestellt hat, kann sich dann in der Sonne bräunen lassen bis selbige untergeht und dabei noch ein paar nette Bilder abgreifen.

After finding a nice spot at the beach, appreciated the palms and ensured the cocktail supply (YES they have mobile mojito and sangria supplier walking around so I unintentionally captured 2 of them when taking a picture proof), one can take a nice sunbath until sunset and of course getting a couple of nice pictures by doing so.

Definitiv viel sehenswerter als ich eigentlich dachte, ist die Sagrada Familia. Mein erster Gedanke „macht es denn wirklich Sinn, mir die 1000. Kirche anzuschauen, nur weil das ein Touri-Magnet ist? Will ich wirklich 25 € pro Ticket investieren? Naja gut, wenn ich schon mal da bin….“ war wirklich völliger Unsinn: Manchmal ist der erste Gedanke einfach HORREND falsch. Mir hat es echt die Sprache verschlagen, denn dieses Gebäude hat so gar nichts mit den Kathedralen gemein, die mir bisher bekannt waren. Ich glaube nicht, dass dieser Text oder auch die Bilder dem gerecht werden, was der Besucher erblicken darf. Licht, überall buntes Licht und ansonsten alles weiß, rund und moderner als man von außen je zu hoffen gewagt hätte. Alleine dafür lohnt sich ein Trip nach Barcelona auf jeden Fall! Diese Farben… unglaublich!

Sagrada Familia is way better than I imagined! Actually I wasn’t sure about going there to see just another cathedral just because all tourists are visiting? And do I want to spent € 25 a ticket? Well yeah, I’m there so I can go … bullshit! Sometimes the first idea is terribly wrong. When entering, it really took my breath away – this building has so nothing in common with the countless cathedrals I’ve visited before. Probably neither this text nor the pictures can give you the proper impression with all the colorful light, white stones and much more modern than it seemed like from the outside. Well, for Sagrada Familia, the Barcelona trip paid off.

Ach und ansonsten gibts da auch noch ganz nette Fotomotive: Links oben die Deckenansicht der Kathedrale. Gaudi plante diese wie einen Wald, also Bäume aus denen Äste dann hervorgehen und die Decke stützen. Ein recht innovativer Ansatz dafür, dass der Bau 1882 begonnen wurde. Der Devise folgend „Die Sonne ist der beste Maler“ hat er dann das Fensterglas je nach Himmelsrichtung in warmen (Sonnenuntergang) oder kalten Farben (Sonnenaufgang) gestaltet. Der Hauptturm ist noch nicht fertig (Fertigstellung ist geplant für 2026 zum 100. Todestag Gaudis), soll aber nicht höher werden als der Montjuic, der „Haus- und Hofberg“ Barcelonas, weil Gaudi der Meinung war, dass Menschen nicht höher bauen sollen, als der von Gott geschaffene Berg. Ansonsten mag ich persönlich Aussichten durch Fenster oder Treppenformen recht gerne.

Some more nice picture motive: Upper left side is the ceiling planned like a forest with branches coming from the stem to stabilize the ceiling. Kind of innovative for a building started in 1882. With Gaudis motto „the sun is the best painter“he chose the colorful glass in different color shades, cold blue glass for sunrise and warm red glass for sunset. The main tower has not been finalized yet (it will be in 2026 when Gaudi is dead for 100 yrs) but it will not be higher than Montjuic, the mountain next to Barca. Why? Gaudi was of the opinion that something created by humans should not exceed something created by God. Yeah… I kind of like views from windows and beautiful stairways.

Nächste Station war dann der Park Guell, wirklich ein Muss für jeden Barca-Besucher. Allerdings gilt auch hier (wie auch für die Sagrada Familia): Unbedingt Tickets vorab online kaufen! Der Park fällt auch mit 6 € nicht sonderlich ins Gewicht, lädt aber dennoch zum Verweilen ein, denn auch hier hat Gaudi seine Kreativität bewiesen:

Next stop was park Guell which is a must-do for every Barca tourist. But again, like for Sagrada Familia, it’s crucial to first order the ticket online!! The park is only € 6 so not too expensive but you can spend some quality time here because Gaudi once again proved his creativity:

Und last but not least: The food! Ich habe es in Andalusien verpeilt, das Essen (& den Sherry!) angemessen abzulichten und hole das jetzt hiermit nach. Es gibt fast nichts, was ich gar nicht essen mag und ich liebe es auch hier, mich durchzuprobieren, auch wenn ich nicht genau weiß, was das nun eigentlich ist. Von daher kann ich eigentlich nur von positiven Erfahrungen mit Tapas, Wein und natürlich Sangria berichten.

Last but not least: The food! I just took a few photos from great tapas food and sherry in Andalucia so this is why I did it here. There are only a few things that I dislike and I absolutely love to try some funny food even when I’m not 100% sure what it actually is. So I can only tell you about my very positive experiences with all the tapas / foody stuff.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass man in der Stadt durchaus eine gute Zeit haben kann, gerade wenn man sich mit den Menschenmassen arrangiert hat. Fotomotive gibt es auch in Hülle und Fülle, was der Herz begehrt und wenn man dann doch mal seine Ruhe haben will, macht man es sich eben mit Sonne und Kamera auf dem Zimmerbalkon gemütlich – oder aber eben in der Strandbar oder dann nun doch in derjenigen H&M Umkleidekabine, die wohl den besten Ausblick überhaupt hat.

Finally I really had a good time in the city after adjusting to this massive amount of people here. Also there’s a lot to take pictures of and if I needed some quiet time, I just made myself comfortable with the sun and my camera on my rooms balcony – or in the beach bar – or in the changing room of H&M which is probably the one with the best view at all.

On my own: London

So. Der heutige Beitrag dreht sich um meine Londonreise vergangenes Wochenende. Und gleichzeitig auch meine erste nicht-Geschäftsreise, die ich alleine bestritten habe. Man findet eine Menge zu lesen bezüglich Alleinreisen von A wie alles ganz toll bis hin zu Z wie zum kotzen. Möglicherweise liegt die Wahrheit, wie bei fast allem in diesem Universum, irgendwo dazwischen. So etwa bei Buchstabe H wie Herausforderung oder bei S wie sich selbst besser kennen lernen. Zu meiner eigenen Überraschung war ich nicht aufgeregt oder hatte gar Angst. Im Gegenteil: Die Freude überwog deutlich. Während es doch eine relativ lange Zeit in meinem Leben gab, in der ich glaubte, nie mehr im Stande sein, überhaupt verreisen zu können, kann ich jetzt wohl einigermaßen stolz auf mich sein, dass das so gelaufen ist. Schön, es waren nur 3 Tage bzw. 2 Nächte. Und ja, es war nur London, wo ich im September erst war. Aber hey, irgendwo muss ja jeder mal anfangen, oder?

IMG_8320Um jetzt nicht noch mehr durcheinander zu werfen, der Reihe nach. Ab in den Bus zum Flughafen, der Moment beim Einsteigen, zu wissen, dass ich ab jetzt alleine bin: tolles Gefühl. Unabhängig. Selbstbestimmt. Frei.

 

IMG_8322Tja und dann war ich auch schon am Flughafen. Und auch wenn es mal wieder echt seltsam klingt (was daran liegen könnte, dass ich seltsam bin), ich fühle mich einfach unglaublich wohl auf Flughäfen.  Dieses Mal habe ich mir sogar die Zeit genommen und intensiv dokumentiert – jedenfalls für meine Verhältnisse. Diese Flugtafel in der Abflugshalle flasht mich einfach jedes Mal mit den schier endlosen Möglichkeiten, die man so eben ganz beiläufig an der Hand hat. Herrlich. Das Tor zu aller Welt. Und natürlich habe ich auf wieder während des Fluges fotografiert. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich geflogen bin, aber ich sehe doch beim Blick aus dem Fenster niemals das Selbe. Und dann – der Moment, in dem Britannien zu sehen ist. Gold. Jedes Mal.

Kaum angekommen, gehts auch schon hinunter in die Tube und beim 3. Versuch, die Oyster Card mit meiner Kreditkarte aufzuladen, hat es dann schließlich funktioniert (Karte war immer invalid, wobei ich paar Minuten zuvor noch ein paar Pfund am ATM abgehoben hatte… da heißt es durchhalten, keine Panik und wieder versuchen. Trotzdem sollte ich wohl meine Abrechnung jetzt gut im Auge behalten). Dann ab in die Bahn, die gerade mal 50 Minuten zum Leceister Square nach Soho braucht. Von dort war meine Unterkunft knapp einen Kilometer weg und ich gebe zu, ich war leicht unter Zeitdruck, da ich mir eine Karte für Les Miserables im Queens Theatre für die Matinee Vorstellung um 2:30 pm geholt hatte. In der Stadt war ich dann um 1 pm, das hat also im Endeffekt doch dicke gereicht. Und was soll ich sagen, das Musical ist wirklich großartig – und beide Vorstellungen an dem Tag waren komplett ausverkauft (ist ja nicht so, dass das schon ewig in London läuft…). Und hier auch der Twist zu dem Titel dieses Eintrags, denn „on my own“ ist eins der besten Lieder dieses Musicals. Danach dachte ich eigentlich, dass es nicht mehr besser werden kann, allerdings hatte ich für abends noch ein Theaterstück mit einem Schauspieler eingeplant, den ich schon lange mal live sehen wollte (und dieses Stück war der eigentliche Grund für meinen Besuch in London).

IMG_8336Ich wurde nicht enttäuscht, denn das Stück fand in einer umgebauten Halle statt und nicht im Theater und das Setting war eher wie ein Wohnzimmer. An den Stars wirklich auf 3 Meter dran sein zu können, ist echt eine schöne Sache, da weiß man auch, wofür man sein Geld investiert hat. Leider war drinnen erstens Fotografierverbot und zweitens das Licht so schlecht, dass es sowieso keinen Sinn gemacht hat, also hier mal der Eingang von außen (Charing Cross Road war – so ein Zufall – nur ein paar hundert Meter von meiner Unterkunft entfernt).

Leider war ich danach so müde, dass ich anstatt Samstagnacht in Soho zum Tag zu machen, einfach schlafen gegangen bin, obwohl echt richtig was in Soho los war. Aber nun, man kann nicht alles haben.

IMG_8346Am nächsten Morgen habe ich erst mal ein sehr ausgewogenes Frühstück genossen (außderdem hatte ich noch eine fast volle Stempelkarte im Cafe Nero). Danach ging es weiter zur Picadilly Station, wo ich mich mit Jake, einem Koreaner, den ich beim Sprachkurs im September kennen gelernt hatte, getroffen habe. Da es mal wieder regnete und auch nicht danach aussah, als würde sich das groß ändern, haben wir uns spontan für die Kew Gardens entschieden, von denen ich bisher immer nur gelesen, sie aber noch nie besucht hatte. Und was soll ich sagen – das war genau die richtige Entscheidung! Nur ein paar Tubestationen von Picadilly weg ist dieser überdimensionale Garten mit alten, riesigen Gewächshäusern. Palmen aus aller Welt, tropische Pflanzen, Wüstenpflanzen, dazu noch ein Treetop-Walk in luftiger Höhe (und wir haben vielleicht ein Drittel gesehen, bis uns die Füße weh taten) und Blumen, überall Blumen. Das ist sicherlich im Sommer auch einen Besuch Wert (10 Pfund Eintritt sind da meiner Meinung nach auch angebracht), schon allein weil man über die Themse mit dem Boot dort hinfahren kann (Ja, die Orchideen sind echt!)

Aber auch hier gibt es wieder Kuriositäten des britischen Denkens zu bewundern, die ich selbstverständlich nicht unerwähnt lassen möchte. Da ist zum einen – traditionell – die Sache mit dem Waschbecken. Ich werde aber nicht aufgeben, dafür eine sinnvolle Erklärung zu finden. Zum anderen treiben Warnhinweise ab und zu ihre eigenen Stilblüten… aber so sind die Briten: Höflicher Hinweis.

Besonders beeindruckt hatte mich allerdings die Wiese voller Krokus und eine sehr besondere Blume. Ich denke, beides gäbe ein gutes Poster ab, wenn ich denn nicht schon die ganze Wohnung mit Bildern aus Neuseeland tapeziert hätte.

Nach dem wirklich tollen Besuch sind wir dann zurück in die Stadt gefahren und Jake hat mich zu einem unkonventionellen, aber wirklich leckerem chinesischem Restaurant mitgenommen. Wenn man zu zweit ist, wird man an andere Tische dazu gesetzt und der Service war nicht unbedingt hervorstechend. Dafür war das Essen aber wirklich lecker (auf den europäischen Gaumen angepasst) und bei 6 Pfund pro Person inklusive kostenlosem Tee wirklich günstig für Chinatown. Den restlichen Tag habe ich damit verbracht, über Leceister Square, Soho und Oxford Street zu schlendern und immer wieder in Geschäften inne zu halten (ja, sonntags shoppen ist schon Luxus). Zum Abendessen bin ich dann bei meinem Lieblingsladen gelandet und habe mir mal echt was gegönnt: Maccaroni-Kohl-Auflauf, Obstsalat und Bananenbrot. Nicht günstig, aber wirklich natural und alles pipapo. Und natürlich mit der extra Prise Humor (siehe Serviette).

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An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Unterkunft eingehen: SoHostel mitten in Soho, nur 50 Meter von der Oxford Street und man ist in nullkommanix bei allen Westend Theatern, auf dem Leceister Square, Trafalgar Square und Picadilly Circus. Und für britische Verhältnisse wirklich sauber, groß und das Personal super freundlich und flexibel (Luggage storage war sowohl bei An – als auch Abreise kein Problem und sogar kostenlos). Und naja das Bett ging auch mal für 2 Nächte.

IMG_8396Und schon war es Montag und der letzte Tag gekommen. Ich habe mich wieder bei einem Frühstück gestärkt (dieses Mal war das Getränk dank meiner Stempelkarte for free) und habe dann beschlossen, die Oxford Street zu besuchen. Schließlich wollte ich noch einige Einkäufe tätigen, die in Europa (richtig, UK gehört nicht zu Europa) aufgrund des mangelnden Angebotes unmöglich sind. Ich war erfolgreich und hatte noch genug Zeit, sodass ich erst die ganze Oxford Street von Tottenham Court Road bis hin zu Marble Arch gelaufen bin und mir dann dachte, südlich der Straße Richtung Soho ist es auch ganz nett, also bin ich mal ohne Plan dort rumgelaufen. Und: Das sind meiner Meinung nach immer die besten Entscheidungen, solange man genug Zeit hat. Diese Ecken stehen in keinem Reiseführer und sind herzallerliebst. Insbesondere in dem geschäftigen, montäglichen Treiben. Aber auch der Schmuck für Chinese New Year in Chinatown, der Soho Square oder die Busse auf der Oxford Street sind einfach schön anzusehen, selbst im Regen strahlt diese Stadt (ja ich weiß, Freak…). Ach ja und alle paar hundert Meter gibt Infosäulen mit Stadtplänen, wo man ist und was wie weit weg ist – wieder mal sehr höflich.

IMG_8415 Mit meinen Einkäufen war ich recht erfolgreich, sowohl Tee von Whittard als auch Schokolade von Hotel Chocolat hat alles gepasst. Schnell noch eine Stärkung in Form eines Schokomuffins im Megges (gezahlt über den Automat mit Kreditkarte) und das free wifi ausgenutzt, bevor es zum Flughafen ging. Es ist einfach wunderbar, dass Transport for London so dermaßen gut ausgebaut ist, dass man noch nicht mal schauen muss, wann die Bahn fährt, weil sowieso alle 2-3 Minuten die nächste kommt. Ich kann schon verstehen, weshalb Menschen gerne in Großstädten leben (obwohl ich ein Landei bin…).

 

IMG_8423Ich kenne Heathrow noch aus dem September und von der Landung, aber mir war da gar nicht so bewusst geworden, dass das ganze Ding einfach super neu und modern ist. Und dass die Mitarbeiter auch super hilfsbereit sind, was ich gleich schon gemerkt habe, als ich einchecken wollte, früh, weil ich meinen Koffer mit den ganzen Einkäufen aufgeben musste und ich direkt mal auf den Flug 1 Stunde vorher gebucht wurde (scheinbar fliegt die LH stündlich diese Route), weil Sturm angesagt war und man nicht wusste, wie sich das Wetter entwickelt. Das Free Wifi am Flughafen hat mich gleich wieder erkannt und nach den Kontrollen hatte ich gerade mal noch eine knappe halbe Stunde, bevor das Boarding begann. Es hat allerdings gereicht, meine Trinkflasche aufzufüllen (die haben jetzt die Trinkbrunnen extra so konstruiert, dass Flaschen drunter passen – great!) und ich die Handcreme auf der Damentoilette nutzen konnte (I love Heathrow). Im Flieger kam die nächste Überraschung: Voller wurde es nicht.

IMG_8428Jetzt könnte man meinen, klar, das ist nun mal so wenn die so oft fliegen. Allerdings war der Hinflug voll bis auf den letzten Platz und ich würde mich wundern, wenn die Hinflüge signifikant weniger seien als die Rückflüge. Auch im September waren beide Flüge recht voll. Aber klar, ich möchte mich nicht beschweren und habe mich so breit gemacht wie ich konnte (und das kann ich sehr gut!). Leider war aufgrund des Sturms die ganze Sache eine ziemliche wackelige Angelegenheit (boah war mir schlecht nach dem Start) und es ist total übertrieben, wenn irgendwelche „ich fliege zum ersten Mal“- Gäste nur wegen eines Luftlochs hysterisch aufschreien. Aber ist man erst mal ganz oben, geht es eigentlich. Vor allem wenn dann das Catering kommt (ich mag ja Lufthansa als Airline echt gerne…)

Kurz vorm Verhungern gab es dann erst eine Käsesändwich und dann die Reste meines Megges Schokomuffins mit dem guten alten Tomatensaft (natürlich nicht ohne Pfeffer und Salz) zusammen (Anm. der Autorin: Nein, ich bin nicht schwanger und war es noch nie, aber salzig und süß ist einfach eine geile Kombi). Ach richtig, zu guter letzt nochmalein paar Fotos (wie gesagt, ich kann es nicht lassen)…

Ich war jetzt schon einige Male hier, aber ich plane direkt die nächste Reise in diese unglaubliche Stadt. Es gibt noch so viel zu entdecken und ich bin mir sicher, im August muss es noch schöner sein (da regnet es dann vielleicht nur 2 Stunden statt 6 Stunden..). So viel zu sehen und so wenig Zeit. Wenn wir dazu bestimmt wären, nur an einem Ort zu sein, hätten wir Wurzeln statt Beine.

Fazit zum alleine reisen: Es ist anstrengend, klar, aber man bekommt seinen Kopf unheimlich gut frei von allem anderen Kram weil man sich einfach so sehr auf das hier und jetzt konzentrieren muss, dass man keine andere Wahl hat! Mir hat es gefehlt, meine Eindrücke und Meinungen zu teilen, das war natürlich etwas schade. Ich werde trotzdem weiterhin ab und zu alleine verreisen, aber zeitlich limitiert oder aber dahin, wo ich weiß, dass es einfach ist, Leute kennen zu lernen (Sprachkurs, Backpackertouren etc.) Ich kann es trotzdem jedem nur empfehlen, das zumindest einmal gemacht zu haben 🙂

 

In diesem Sinne: Danke fürs Lesen  – auf bald!

 

… wobei mich auch Frankfurt nett begrüßt hat…

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To the sea / 2016

Die letzten Tage im hohen Norden verflogen auch – wer hätte es gedacht – erst gar nicht und dann gefühlt in zwei Minuten. Zwischen Fischbrötchen, Weihnachtsmarkt, Wasser und viel Wind (gaaaaanz viel) hatten wir uns dann aber doch den Weg nach Rügen gebahnt. Zwischendurch mit dem Gefühl, als überquere man die Golden Gate Bridge, landet man nach der Überfahrt aus Stralsund auf der Insel, die zunächst eher wie Festland anmuten lässt. Nach einer dreiviertel Stunde jedoch hat man die Küste erreicht (insofern man dem Navi folgt) und zwischen viel Wald ist dann tatsächlich doch etwas Strand zu erkennen.

 

Eine Anekdote kann ich allerdings noch bieten und möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Ich nehme mich ja selbst nicht ganz ernst – oder versuche es zumindest – und ich versuche auch, mich nicht allzu wichtig zu nehmen. Daher konnte ich auch sowohl in als auch nach der Situation darüber lachen. Ich war gerade auf dem Weg ins Office, habe das Gebäude betreten, rüber zum Fahrstuhl. Da läuft ein älterer Mann um die 60 vor mir, der mir irgendwie bekannt vor kam. Allerdings war er in Anzug gekleidet und diejenigen, die vor Ort in Anzug unterwegs sind, kenne ich alle. Die Verwirrung stieg, als er vor mir in den Aufzug steigt und auf die 4 drückt. Zur Erklärung: Die 4. Etage ist unsere Verwaltung, Etagen 5 und 6 sind ein Call Center. Nachdem er gedrückt hat, dreht er sich zu mir um und fragt (sehr freundlich): „Sie müssen doch bestimmt ins Call Center?“ Ich verkneife mir das erste Lachen und verneine, erkläre, dass ich auch in den 4. Stock muss. Er, irritiert, nickt, zögert, setzt wieder an: „Dann sind Sie hier Praktikantin?“ Oh ja. Wie gesagt, ich nehme mich nicht allzu wichtig, daher erkläre ich freundlich, dass ich eine ganz normale Arbeitnehmerin bin, was er kaum glauben konnte. Stellte sich dann heraus, dass er gegenüber von meinem Office im Besprechungsraum Englischunterricht gibt, ich ihn schon öfter gesehen habe und er mich. Sehr freundlich der Mann, nur etwas ungesund nah an den Fettnäpfchen bewegend.

Tja, und jetzt bin ich wieder zu Hause und in zwei Tage ist Weihnachten. Gefühlt hatte ich zwei Jahre keine Weihnachten (denn bei 25 Grad ist es einfah nicht das selbe!) und daher freue ich mich noch mehr als sonst. Trotzdem muss ich sagen, dass urlauben über die Feiertage auch nicht das Schlechteste ist, denn alleine die Geschenke-Rennerei ist ja schon irgendwie nervig. Nunja, so hat alles seine Vor- und Nachteile.

By the way – ab Oktober 2016 werde ich dann für ein paar Monte von der asiatischen Arbeitskultur und Leben dort berichten. Doch vorher gibt es noch ein paar kleinere Urlaube und hoffentlich Berichte. Beginnend mit Türkeiurlaub über Silvester, London Ende Januar, Skifahren im März, evtl. Marrakesch über Ostern, Andalusien im Mai, MTB Wochentour Ende Mai, Island im August, Cannstatter Wasen und das ewige Rom im September / Anfang Oktober. Und dann natürlich – hoffentlich – noch ein paar Städte in fascinating Asia und wenn ich es schaffe, dann auch nochmal Paris weil je suis Paris.

In diesem Sinne

Schöne Weihnachten & einen guten Rutsch!

Hier geht es 2016 weiter.

 

Nur ein (oder zwei) Gedanke(n)

So. Nun habe ich mich dazu entschlossen, zwei neue Reisearten auszuprobieren. Als Leser hat man ja hier gemerkt, dass ich mich eingehend mit diesen Themen beschäftige und Reisen, Reiseplanung etc. ganz oben auf meiner Was-mir-im-Leben-wichtig-ist-Liste stehen.

Zuerst werde ich also nun Ende Januar alleine auf Reisen gehen. Dazu muss man wissen, dass ich nie der Mensch war, der viel alleine gemacht hat. Mir wird schnell langweilig und meine beste Zeit hatte ich bisher immer in der passenden Gesellschaft. Nun stolpere ich aber alle paar Wochen wieder über die Problematik, dass ich schlichtweg nicht genug Mitreisende finde für die vielen Ziele, die mich interessieren und die schon gar nicht so viel ihres Einkommens investieren mögen. Wer bin ich, dass ich das verurteilen könnte – nur halt blöd für mich. Deshalb fange ich einfach klein an, mit 2 Nächten in – London. Ja, wer gut aufgepasst hat, wird gelesen haben, dass ich erst im September dort war. Allerdings sprechen mehrere Gründe dafür.

1. Ich liebe England. Ja, das ist so und wird auch immer so sein. Die Stadt sowieso, die Sprache (wer liebt diesen Akzent nicht?!), die Kultur, alles was es nur dort gibt und hier nicht. Und das Commonwealth an sich (treuer Fan von Neuseeland, Australien, Hong Kong…). Und ich liebe es auch, wenn ich selbst dazu komme, Englisch zu sprechen. Ach ja, und natürlich ist es das stilvollste Entwicklungsland …RULE, BRITANNIA.

2. Theater. Es wäre jetzt zu einfach zu sagen, dass ich Theater auch liebe. Daher erwähne ich einfach kurz, dass einer meiner liebsten Schauspieler in London auf der Bühne steht (Andrew Scott) und ich mir das keinesfalls entgehen lassen kann! Außerdem habe ich mir im September nicht Les Mis angeschaut (oookay, ein Musical, kein Theater, aber trotzdem) und das muss ich unbedingt nachholen, auch wenn die gescheiten Tickets 100 Pfund kosten. Experiences are far more valuable than money will ever be.

3. Ich bin noch nicht fertig mit UK. Ich war einige Male da (sicherlich nicht „oft“); im Süden zum Baden, in den Midlands zum Arbeiten für ein paar Monate und natürlich immer wieder London. Vielleicht hört das irgendwann mal auf, bisher allerdings noch nicht und so lange nutze ich das. Der 30 € Lufthansa-Gutschein (was, die verteilen Gutscheine?!) in meinem eMail Postfach heute morgen hat die Entscheidung bestätigt.

Also werde ich 3 Tage im schönen Westend verbringen – und selbstverständlich berichten. Vielleicht entdecke ich das alleine Reisen ja für mich und würde damit einige meiner Sorgen los 😉

 

Die andere Reisevariante sind Gruppenreisen. Das wird allerdings in Abhängigkeit davon mehr oder weniger extensiv erfolgen, wie mir das alleine Reisen (nicht) zugesagt hat. Angedacht ist hier auf jeden Fall ein – drei Länder, in denen ich noch nicht war und die eine sehr andere Kultur haben; huch! –  da eignet sich Asien ja perfekt dafür! Es gibt eine ganz nette Route von Singapur aus über KL, Penang und dann hoch über ein paar Inseln nach Phuket. Das klingt ganz nett und wäre eine schöne Möglichkeit, Ende 2016 dem kommenden Winter zu entfliehen. Ich werde natürlich berichten.

 

So viel dazu. Sorry, heute hat irgendwie der Witz gefehlt. Der hat sich vermutlich vor mir versteckt und ist zu Schreibern ausgebüxt, die ihn besser behandeln.

 

In diesem Sinne – bis demnächst.

 

 

[Wen es interessiert: Bild by myself. Neuseeland im Abel Tasman Nationalpark auf der Südinsel, 2014]