My pretty Torbay

Being fortunate enough to return to this amazing place 10 years after my first visit, I still can hardly believe that I really made it there – and for sure am planning my next trip to this so tremendously pretty piece of earth. I arrived at the smallest airport I’ve ever seen (Exeter, 2 buildings, bus station and parking lot) and made my way then with lovely Stagecoach busses to the coast. Finally enjoying my private ensuite room, I found my well-needed peace and rest there before exploring the town and it’s cute surroundings.

Für die Rückkehr in diese wunderschöne Gegend nach 10 Jahren bin ich immer noch dankbar und kann kaum glauben, dass ich wirklich da war  (Fotos belegen allerdings, dass es kein Traum war!) – plane natürlich schon meine nächste Reise zu diesem unglaublichen süßen eindrucksvollen Fleckchen Erde. Angekommen bin ich auf dem kleinsten Flughafen, den ich je gesehen habe (Exeter: 2 Gebäude, Bushaltestelle und Parkplatz) und bin gut mit den Stagecoach Bussen an der Küste angekommen. Im eigenen Zimmer mit Bad habe ich dann nach dem ganzen Trubel in Schottland meine dringend benötigte Ruhe gefunden, um dann wieder diese fantastische Welt draußen entdecken zu können.

One of my favorites is definitly the South West Coast Path. Covering the coasts of Exmoor, Cornwall, Devon and Dorset with its lengths of 1000 kilometers, I was able to hike just a few kilometers of it but worth every step. I enjoyed about 5 hours scenic coastline with beaches, rocks and flowers all over. Peaceful lookouts and dedicated benches all over are just a small but lovable part of it. Another asset are free toilets all along the path with mostly free tap water to refill so it’s really a joy to hike – especially as solo traveller being just with me, myself & I.

Eine meiner absoluten Lieblingsaktivitäten dort ist der South West Coast Path. Er beinhaltet gute 1000 Kilometer Küstenweg in Exmoor, Cornwall, Devon und Dorset und so konnte ich zumindest ein paar Kilometer davon wandern – war trotzdem jeden Meter wert. Ich konnte 5 Stunden wunderbare Küstenlinie genießen mit Stränden, Klippen und Blumen überall. So friedliche Aussichtspunkte und Bänke mit herzergreifenden Widmungen sind nur ein kleiner Teil davon, was diesen Wanderweg so liebenswert macht. Praktisch sind auch kostenlose Toiletten alle paar Kilometer inklusive kostenlosem Leitungswasser für den durstigen Wanderer. Es ist eine Freude, diesen Weg zu gehen – insbesondere als Alleinreisender, wenn man nur mit und bei sich selbst ist.

I absolutely wanted to catch a ferry ride over the bay. There was a cheap one going from Torquay (where I stayed) to Brixham at the other side of the bay which took about 30 minutes one way. Fortunately, there was a cliff that could be viewed from all over the bay which drew kind of a magical attraction to me at first sight and I was sure that I’d hike from Brixham to this cliff, no matter how long it would take. Fair enough, I arrived in the beautiful town with lots of political messages and made my way to Berry head (at least I hoped that this was where I intended to go). And hell yeah, after 1,5 hours with lots lots lots of photo stops to enjoy the view, I made it to the greatest scenery during these 2 weeks of travel. Spent much more time than planned, missed the ferry connection back and had to wait another hour for the next one BUT was worth every second (funfact: this is actually also part of the South West Coast Path, just a little lower adorable part in the bay area).

Ich wollte unbedingt mit der Fähre in der Bucht fahren und zufällig gab es eine recht günstige Gelegenheit von Torquay (wo ich mich einquartiert hatte) nach Brixham an der gegenüberliegenden  Seite der Bucht. Zufälligerweise waren auf der Seite der Bucht Klippen, die man überall aus sehen konnte und die aus irgendeinem Grund eine fast schon magische Anziehungskraft auf mich hatten. Also war es klar, dass ich da von Brixham hin laufen würde. Dort kam ich dann an (politische Kampagne nicht zu vergessen) und bin Richtung Barry Head gelaufen (ich hoffte, dass das mein Ziel war, was ich ja von weitem schon gesehen hatte). Und ja, nach eineinhalb Stunden mit vielen Fotostops um die Aussicht zu genießen, habe ich den Punkt mit der allerschönsten Aussicht der zwei Reisewochen erreicht. Natürlich habe ich dann doch viel mehr Zeit dort verbracht als eigentlich geplant war, meine Fähre zurück nach Torquay verpasst sodass ich eine Stunde Wartezeit hatte ABER es war jede Sekunde wert (lustig: Das war auch ein Teil des South West Coast Path, nur ein Stück weiter unten in der Bucht).

Before another friend of mine arrived to spend the last few days together, I planned to go out for dinner on my own to a proper restaurant with waitress service. The other days, I just went to supermarkets that sell delicious and healthy ready to eat food (and yeah I had to somehow watch my budget a little bit) or I just went to a pub or fast food restaurant (I don’t count that as „eating out solo“). So I decided to have a Pizza and felt just a little awkward when asked the unavoidable „Just yourself?“ question but made it! Delicious Pizza, great time and so proud of myself!

Bevor ein Freund mir für die letzten Tage Gesellschaft leisten würde, hatte ich mir vorgenommen, alleine zum Essen auszugehen, in einem richtigen Restaurant mit Kellnern. Vorher war ich immer nur in Supermärkten, die teilweise geniales und gesundes Essen zum Mitnehmen verkaufen (ja gut, etwas im Budget wollte ich ja schließlich auch bleiben) oder ich ging einfach in einen Pub oder ins Fast Food Restaurant (was ich nicht als „Alleine essen gehen“ zähle). Also habe ich mich entschieden, Pizza essen zu gehen und habe mich nur ein bisschen komisch gefühlt, als mir die Frage „Du isst alleine?“ gestellt wurde. Aber ich habe es geschafft und der Lohn war eine leckere Pizza und ein gestärktes Selbstbewusstsein!

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I also can recommend to visit Kent’s Cavern which are ancient caves that can be visited including a nice experience of what actually real darkness is. There’s a nice tour called Round Robin from Torquay to Totness (such a cute little town), river cruise down the river Dart to Dartmouth and back to Paignton by steam train (Hogwarts Express in fact).

Empfehlen kann ich auch eine Führung in Kent’s Cavern (prähistorische Höhlen) inklusive einer tollen Erfahrung, wie sich absolute Dunkelheit anfühlt. Außerdem gibt es eine nette Tour genannt Round Robin, die von Torquay nach Totness führt (sehr süßes Städtchen), über eine Flussbootsfahrt den Fluss Dart hinunter bis nach Dartmouth dann zurück nach Paignton mit einer Dampfeisenbahn (quasi Hogwarts Express).

A few more words to Cockington Rose Gardens: If you ever have the chance, go there! Though it’s not a huge place, I spent over an hour there just sitting on a bench enjoying the fantastic odours. Can hardly be captioned on any photos I suppose.. but the delicious Devonshire Cream Tea can be pictured – something highly enjoyable!

Ein paar Worte zu den Cockington Rosengärten: Solltet ihr jemals die Möglichkeit haben, diese zu sehen, auf jeden Fall wahrnehmen! Obwohl es eigentlich kein großer Rosengarten ist, habe ich dort über eine Stunde auf einer Parkbank verbracht und die fantastischen Gerüche genossen. Tja, das kann man nun kaum auf Fotos abbilden…dafür allerdings den deliziösen Devonshire Cream Tea, den man sich defintiv gönnen muss!

Finally, I left with tears in my eyes. I’ve always been happy to return home after my travels but this time, I so would have loved to be on the road for 2 more weeks, exploring more of the great coast. And though the Brexit vote (live witness on BBC until Newcastle vote came up), all the strange things British people do and like and the single glazed windows that they mostly use – it just astonishing beautiful and I’m so thankful that I was able to had this great time. Alas, already planning my next trip: See you soon, South West Coast Path.

Aber alles Schöne hat sein Ende und schließlich auch dieser Aufenthalt. Bisher habe ich mich nach jeder Reise auch immer auf zu Hause gefreut, aber dieses Mal wäre ich so gerne noch zwei Wochen länger die Küste entlang gereist. Und trotz des Brexit Votes (BBC live geschaut bis die Votes von Newcastle veröffentlicht wurden), trotz aller seltsam anmutenden britischen Gewohnheiten und den einfach verglasten Fenstern die dort Standard sind – es ist einfach wahnsinnig schön und ich bin sehr dankbar, das gesehen haben zu dürfen. Deshalb planne ich schon meinen nächsten Trip dorthin: Bis bald, South West Coast Path.

Magnificent Scotland

 

Ich weiß nicht genau, meine wievielte Reise nach UK das jetzt war, aber ich durfte herausfinden dass man 14 Tage dort locker auch ohne einen Besuch in der Hauptstadt verbringen kann. Ich habe 8 Tage im wunderbaren Schottland verbracht und die restlichen 6 Tage an Südküste Englands (Torbay, Devon). Aufgrund der vielen genialen Bilder (diese Motive kann selbst ich nicht versauen) habe ich beschlossen, zwei Posts daraus zu machen – und dies ist der erste Teil. Achso und es war meine erste längere Tour als Solo Traveller was ich überraschenderweise sehr genossen habe.

Honestly, I’m not that sure how many times I’ve travelled to the UK by now but I was fortunate enough to realize that one can easily spend 2 weeks without visiting the capital. So I stayed in magnificent Scotland for 8 days and 6 more days in pretty Torquay, Devon in the south of England. Due to the many great pictures (even I couldn’t ruin those motives) I decided to make 2 blog posts out if it (you’re currently reading the first part). In addition this was my first longer trip as solo traveller which I surpringsly enjoyed a lot.

Gestartet bin ich mit einem halben Tag in Edinburgh, was selbst im Regen der absolute Wahnsinn ist. Dazu muss man sagen, dass es immer nur Sprühregen oder Nieselregen war und in der Regel auch maximal eine Stunde. Meine Regenhose jedenfalls, extra für den Trip erstanden, fühlte sich vernachlässigt da noch nicht mal ausgepackt. Den Einsatz hat dann der Regenschirm übernommen, der teilweise dann auch mal Extraschichten fahren musste. Dafür habe ich noch eine neue Erfahrung gesammelt und bin zu einem Couchsurfing Meeting gegangen, um mal mit Locals ins Gespräch zu kommen und es hat wirklich funktioniert. Werde ich nun öfter tun auf meinen Reisen.

I’ve started my tour with a half day in Edinburgh which is amazing even in the rain. Whereas I have to add that most of the time it’s drizzling rain for maximum of an hour so I was really doing fine. My rain trousers felt a little lonely as I didn’t need them at all. But the one thing I needed was really my umbrella (never go to the UK without one!!) And I made another experience which was joing a Courchsurfer meeting to get in touch with some locals that worked out perfectly. I will continue to do that on my future travels.

Früh am nächsten Morgen ging es dann ab in die Highlands inklusive Isle of Skye und Loch Ness mit Haggis Adventures. Eigentlich lege ich Wert auf größtmögliche Freiheit, auch und vor allem beim Reisen, aber Auto mieten oder alles per Bus zu machen war mir dann doch zu blöd. Also dann 3-Tages-Bustour als Alleinreisende im Mehrbettzimmer. Und was soll ich sagen, es war echt cool. Abgesehen von neuen Facebookfreunden in USA und Australien hat es mir echt gut getan, auch mal wieder im Mehrbettzimmer zu schlafen und zack ist das Einzelzimmer mit eigenem Bad, was eine Woche später folgte, der größte Luxus überhaupt. Und was soll ich sagen… Schottland ist so unglaublich wunderschön, selbst mit grauem Himmel und Regen, hätte ich nicht gedacht, dass es sowas überhaupt gibt.

Early next morning, I made my way into the Highlands including Isle of Skye and Loch Ness with Haggis Adventure company. Actually I really appreciate my personal freedom, also and especially while travelling but renting a car or going by public transport seemed a little bit too expensive or annoying. So I prefered to go on a 3-day-bustour als solo traveller in a dorm. And hell yeah, it was really cool. Despite of new facebook friends in the US and Australia, it was a good thing for me to sleep in a dorm for my private room with ensuite bathroom which I booked for the following week became the ultimate luxury. What else to tell… Scotland is really magnificent even in the rain; I didn’t expect something like this to be existing in our amazing world.

Nach zwei weiteren Tagen mit einem guten Freund von mir in Edinburgh sind wir dann weiter nach Glasgow gereist, um dort noch ein paar Tage zu verbringen. Und was soll ich sagen, wir hatten tatsächlich einen Sonntag im wunderbaren Edinburgh (inklusive leichtem Sonnenbrand – aber hey, Sonnenbrand aus Schottland hat irgendwie Stil). Auch Glasgow hat mich sehr positiv überrascht, sehr chice Innenstadt inkl. einer Tardis und frittiertem Marsriegel (Spezialität der schottischen Küche). Echt lecker!

After two more days with a good friend of mine in Edinburgh, we made our way to Glasgow to spend a few more days there. Finally, we were lucky and had great sunny hours in Edinburgh (including minor sunburn but hey, sunburn from Scotland is really cool actually, isn’t it?). To my suprise, Glasgow was also really nice with a lovely city center with a Tardis and deep fried Mars bar (local culinary specialty). So yummy!

 

Weitere Learnings: In UK funktioniert nicht immer alles unbedingt so, wie man es als Festland-Europäer gewohnt ist. Da wäre beispielsweise des Wasserkocher, der aufgrund seiner Konstruktion eine Mindestmenge an Wasser beinhalten muss. Führt dazu, dass die Hotelbetreiber die immer halb gefüllt haben, was bei dem gemeinen Gast leichte Ekelreaktionen hervorruft weil das Wasser wirkt, als hätte es schon vor mehreren Tagen die Leitung verlassen. Auch spannend: In UK werden alle Arbeiten (Bauarbeiten, Mülleimer leeren, im Museum etc.) immer von zwei Arbeitern erledigt. Da könnte man meinen, ineffiziente Strukturen identifiziert zu haben, wären da nicht die self-checkouts bei Tesco und Sainsbury’s Supermärkten, die statt 10 Kassierern einen Aufpasser ermöglichen. Funfact Nummer 3: Zwar nutzt man sowohl in Schottland als auch in England das britische Pfund, allerdings werden ausgebene Scheine von zB der Bank of Scotland nicht unbedingt in England angenommen, da Unsicherheit darüber herrscht, ob das wirklich echte Scheine sind. Also alle schottischen Scheine besser in Schottland ausgeben!

Lessons Learned: Some things do not work like we’re used to in Europe. For example the kettle is constructed in a rather strange way so it requires a minmum quantity of water. For that, all hotels have filled them up which leads to aversion for the general hotel guest because the water seems to have already spend a few days in the kettle. Also lots of jobs in the UK (like construction works, rubbish collection or museum guards) are always done by 2 people. One might think that UK’s structures are a little inefficient but when visiting a supermarket, one gets a little surprised by the self-checkouts replacing 10 cashiers with one guy who is taking care if anyone needs help in the checkout process. Funfact #3: Whereas all UK is using pound sterling currency, scottish bank notes are hardly accepted within Britain. They say this is because for some reason, they’re not sure if this is real money or just a fake. So you’re much better off to spend all your notes in Scotland than trying to do so in Britain.

Und zum Ende noch ein Ausflug in die wunderbare schottische Küche: Typisches Frühstück, Fußball EM schauen im Vereinigten Königreich zu indischem Essen und Pret- supergesundes Essen in Edinburgh.

Last but not least: Foodie. Proper Scottish breakfast in Glasgow, EU football championship with Indian food in the UK and Pret-superhealthy style in Edinburgh.

 

Andalucia: Tapas, Flamenco y Sherry

In German and English. No Spanish to be found exept of the headline.

Im Sinne des Dalai Lamas „Gehe einmal im Jahr dorthin, wo du noch niemals warst“ (ich interpretiere „dorthin“ als Land) bin ich Anfang sowohl Ende Mai nach Spanien gereist. Wie, noch nie da gewesen? Jupp, obwohl ich mein ganzes Leben bis natürlich auf meine Reisen in Europa verbracht habe, bin ich unabsichtlich noch nie in den sonnigen Teil des Kontinents gereist. Soweit so gut. Um das zu ändern habe ich beschlossen, mir gleich zwei (wahrscheinlich) sehr unterschiedliche Regionen des Landes anzuschauen: Andalusien und Barcelona.

Following Dalai Lamas „Once a year, go some place you’ve never been before“ (interpreting „place“ as country), I decided to travel to Spain early as well as late May. So yes, I’ve never made it to Spain before though having spent my entire life in Europe (except of my international travel of course). Actually there was no intention not to travel to the sunniest part of Europe (is it?), just coincidence that my way didn’t guide me there yet. So in order to change that, I picked 2 probably very different ergions / cities of Spain: Andalucia and Barcelona.

Per Autorundreise in der südspanischen Region ist man selbst innerhalb einer Woche in der Lage, sich einige Städte anzuschauen. Durch einen Zwischenstopp in Madrid für ein paar Stunden war auch die spanische Hauptstadt mit im Programm wo ich mich durch einige Markthallen gegessen habe um dann rechtzeitig vor dem Champions League Spiel von Real gegen Manchester City wieder im Flieger Richtung Küste zu sitzen. Trotzdem bekam ich hier schonmal einen Einblick in die Sprache, etwas Kultur und vor allem: das Essen.

By exploring the region by rental car, one can see quite a few cities even within one week’s time. With a layover of about 7 hours in Madrid I also managed to see the spanish capitol: Eating through some food markets to be back in the plane just in time before the Champions League semi final Real vs. Man City. However, I managed to get a first idea about the language, culture and last but definitly not least: the food.

Nach der Landung in Malaga und den anfänglichen Schwierigkeiten, den Mietwagenanbieter zu finden (tja, das ist nun mal der Nachteil bei Low-Budget anti Sixt / Hertz) stellte sich heraus, dass dieser 3 km vom Flughafen entfernt seine Geschäfte betreibt. Sogleich ging es mit dem Wagen Richtung Granada weiter, was die Erkenntnis mit sich brachte, dass das kostenlose Handynavi zwar überall hinführt, allerdings selten Einbahnstraßen als solche anzeigt. Früh am nächsten Morgen stand dann die Alhambra auf dem Programm und trotz stark bewölktem Himmel regnete es glücklicherweise nur kurz. Ich bin mir bewusst, dass die Alhambra ein Tourimagnet ist, aber ja, man muss das echt mal gesehen haben (allerdings: Unbedingt Karten online kaufen!). Ohne dass ich je in Nordafrika war, stellte ich mir das so oder so ähnlich vor (zumindest Marokko) unter dem Einfluss der Mauren. Wunderschön.

After arriving in Malaga and successfully meeting the challenges of finding the low budget car rental company that I booked a car with, it seemed that they ran their business from t 3 kms away from the airport. After picking up the car I made my way to Granada immediately while figuring out that my free mobile nagivation app was actually quite good but didn’t display one-way streets properly. Still, I made it to Alhambra early next morning. Despite the cloudy sky, there was fortunately only a bit of rain that morning. I am aware that the Alhambra is very touristic place (which I usually try to avoid) but well, you definitly have to go there when you’re in that region (but PLEASE buy your tickets online in advance, will make your day!). Without ever having traveled to northern Africa, this might be similar (at least to Morocco) with the Moors influence. Really gorgeous.

Nächste Station war Córdoba, was ich trotz einigen zusätzlichen Kilometern Strecke wärmstens empfehlen kann. Kulinarische Highlights extrem günstig, eine wunderschöne süße Altstadt und die Mezquita-Moschee beeindruckt.

Next destination was Córdoba which I can highly recommend even when having to drive some additional hours to get there. Great cheap Tapas, a beautiful very historic city centre and the Mezquita mosque impressed me a lot.

Weiterer Pluspunkt: Das Hotel war zwar das Teuerste auf dieser Reise, hat sich aber mehr als gelohnt! Hier haben die Bilder nicht enttäuscht und ich kann es mit bestem Gewissen empfehlen: Palacio del Corregidor in der Calle Sánchez Pena. Beste und günstigste Tapas auf der ganzen Reise: Ein unscheinbares Restaurant in der Calle Enrique Romero Torres genannt Restaurante Museo de la Tapa y el Vino.

Additonal plus: the hotel being the most expensive one on my trip, it was totally worth it! Pictures on the booking website were 100% authentic and again, I can highly recommend it to you: Palacio del Corregidor in Calle Sánchez Pena. Best and cheapest Tapas in the whole week: A small restaurant located in Calle Enrique Romero Torres called Restaurante Museo de la Tapa y el Vino.

Sevilla und Cadiz, die nächsten Stationen der Reise, haben mich persönlich nicht  überzeugt: Sevilla war mir irgendwie zu voll, wobei die Kathedrale zu beeindrucken wusste und eine Flamenco-Vorstellung doch recht spannend war (mir war nicht bewusst, dass das ja irgendwie Klagelieder sind…) und in Cadiz hatten wir leider so schlechtes Wetter, dass Rausgehen zwangsläufig mit nass werden verbunden war. Dafür habe ich dort mein allererstes Upgrade auf eine Suite erhalten und eigentlich ist Dauerregen in einer Whirlpool-Badewanne mit Dachfenster oder im Himmelbett mit einem guten Sherry gar nicht so schlecht.

Sevilla and Cadiz, the next 2 stops on the itinerary didn’t impress me that much (just personal pov). Sevilla was really crowded whereas the cathedral was nice to take a look at (outside and inside). Also I attended a Flamenco show which was quite cool (it didn’t occur to me that the Flamenco is a rather kind of sad thing) and in Cadiz, the weather conditions turned so bad that the meaning of going outside was the same as getting soaked. Still, I reserved my very first upgrade from a standard room to a suite and constant rain is not so bad when lying in a whirpool bathtub with a roof window or in a four poster bed accompanied by a good Sherry.

 

In El Puerto de Santa Maria am Santa Catalina Beach, quasi die Antwort des spanischen Festlandes auf die vorgelagerte, nur durch Brücken angeschlossene Insel Cadiz, konnte ich dann einen Geburstags-Strandaufenthalt verbringen – zumindest für etwa eine Stunde, bis der Himmel einmal mehr meinte, zu zeigen dass es in Andalusien auch nass werden kann. Ich hatte mit Musik und lustigen Fotos trotzdem meinen Spaß.

In El Puerto de Santa Maria at Santa Catalina Beach which is actually the response of mainland Spain to the seperated-only-connected-by-bridges island Cadiz I spent quality birthday time at the beach. Ok, just for an hour until the sky was of the opinion to show that Andalucia can also get really wet. But I had a really good time with my playlist and funny photos.

Über Marbella ging es schließlich zurück nach Malaga und hey, endlich war das Wetter dann mal so wie man es von Südspanien erwartet hatte oder zumindest wie ich das in meiner Naivität angenommen hatte. Und sowohl Marbella (obere Bilderreihe im nächsen Bilderblock) als auch Malaga (Bilder unten) waren überraschend nett. Nach einem netten warmen Abend in Malaga ging es schließlich über Tapas und Fino nach Hause und es ist irgendwie traurig, dass es sowohl sehr viel weniger Kreisel als auch deutlich weniger Sherry in Deutschland gibt.

Via Marbella I got back to Malaga and finally the weather was like I expected it to be in southern of Spain (maybe I’ve been to naive?). And Marbella (upper picture row) as well as Malaga (lower pictures) were surprisingly nice locations. After a final nice warm evening in Malaga via Tapas and Fino, I returned home and it’s really sad that there are significantly less roundabouts as well as Sherry in Germany.

 

Fazit: Ich würde wieder dorthin reisen, mich allerdings bei einer zweiten Tour auf die Route Malaga – Granada – Córdoba festlegen (plus eventuell ein paar Tage in Marbella am Strand), um die Beziehung zu den süßen kleinen Altstädten, leckeren Tapas und günstigen Finos zu festigen. Und was denkst Du? Was ist Dein Geheimtipp in der Region oder lohnen sich andere Ziele in Spanien?

Conclusion: I’d definitly go there again but intend to focus on the cities Malaga, Granada and Córdoba (with additional beach days in Marbella maybe) to work on my relationship to super-cute old towns, tasty Tapas and cheap Finos. What do you think? What are your recommendations for that region? Are there other great cities / regions to travel in Spain?

Catalunya insights in Barca

Seit einigen Tagen bin auch von meiner zweiten Spanientour zurück, dieses Mal Barcelona in Katalonien. So unterschiedlich wie Deutschland in verschiedenen Regionen ist, so verschieden sind auch Andalusien und Katalonien. Und natürlich die schiere Größe der besuchten Städe. Während ich in andere europäischen Metropolen wie London und Paris schon mehrmals gereist bin, stelle ich fest, dass sich Barca in zwei Punkten wesentlich unterscheidet: Der Strand in einer Großstadt und die Tourimassen, die dort ihr Geld lassen.

Barcelona scheint wirklich das Problem zu haben, dass einfach zu viele Touristen die Stadt sehen wollen, insbesondere in den letzten Jahren. Mehrfach haben mich Locals darauf hingewiesen, dass es im Juli und August noch viel voller ist als Ende Mai (das will ich dann wirklich nicht sehen!), und man musste jetzt schon für Mittag- und Abendessen anstehen (teilweise wirklich 20-30 Minuten in durchschnittlichen Restaurants!).

Back a few days from my second vacation in Spain, this time Barcelona in Catalonia. As the regions in Germany are very different, so is Andalucia and Catalonia too. And of course the cities sizes influence one’s impression a lot. Having visited other European hotspots lilke London and Paris quite a few times, I think that there are 2 major differences in Barcelona: A nice beach almost directly located in the city and the masses of tourists that are keen to spend their money. Still, Barcelona really seems to have the issue of too many tourists coming into the city, especially in the last years. I was told by several locals that the city is even more crowded in July and August (I WILL NOT visit the city then!) and even in late May, one had to wait for a table for lunch or dinner (about 20-30 minutes in an average restaurant).

Davon aber mal abgesehen, ist schon das Wetter ein Traum. Viereinhalb von 5 Tagen sonnig, zuverlässig um die 27 Grad und wenn mal Regen, dann für eine Stunde maximal. Wenn man sich nicht gerade in der Altstadt treiben lässt und sich in Weißwein, Seifenblasen, die Kathedrale und sonderbare Schuhdesigns (für 69,90 € doch ein Schnäppchen) verliebt, lädt das Strandviertel Barceloneta inklusive Strandbars zum Verweilen ein.

Apart from that, the wheather is really great. Actually always sunny with 27 degrees and if rain at all, just for an hour maximum. If not getting lost in the historical part of the city to go fall in love with white whine, soap bubbles, the cathedral and funny shoe designs (actually a bargain for € 69,90), the beachy part of the city invites folks to spend time at the beach or in beach bars.

Wer sich am Strand sein Plätzchen gesucht und gefunden hat, ausgiebig die Palmen gewürdigt und die Versorgung mit Cocktails (ja, da sind mobile Mojito/Sangria-Verkäufer, und zwar so viele dass 2 auf einem eher zufällig geknipsten Bild gelandet sind) sichergestellt hat, kann sich dann in der Sonne bräunen lassen bis selbige untergeht und dabei noch ein paar nette Bilder abgreifen.

After finding a nice spot at the beach, appreciated the palms and ensured the cocktail supply (YES they have mobile mojito and sangria supplier walking around so I unintentionally captured 2 of them when taking a picture proof), one can take a nice sunbath until sunset and of course getting a couple of nice pictures by doing so.

Definitiv viel sehenswerter als ich eigentlich dachte, ist die Sagrada Familia. Mein erster Gedanke „macht es denn wirklich Sinn, mir die 1000. Kirche anzuschauen, nur weil das ein Touri-Magnet ist? Will ich wirklich 25 € pro Ticket investieren? Naja gut, wenn ich schon mal da bin….“ war wirklich völliger Unsinn: Manchmal ist der erste Gedanke einfach HORREND falsch. Mir hat es echt die Sprache verschlagen, denn dieses Gebäude hat so gar nichts mit den Kathedralen gemein, die mir bisher bekannt waren. Ich glaube nicht, dass dieser Text oder auch die Bilder dem gerecht werden, was der Besucher erblicken darf. Licht, überall buntes Licht und ansonsten alles weiß, rund und moderner als man von außen je zu hoffen gewagt hätte. Alleine dafür lohnt sich ein Trip nach Barcelona auf jeden Fall! Diese Farben… unglaublich!

Sagrada Familia is way better than I imagined! Actually I wasn’t sure about going there to see just another cathedral just because all tourists are visiting? And do I want to spent € 25 a ticket? Well yeah, I’m there so I can go … bullshit! Sometimes the first idea is terribly wrong. When entering, it really took my breath away – this building has so nothing in common with the countless cathedrals I’ve visited before. Probably neither this text nor the pictures can give you the proper impression with all the colorful light, white stones and much more modern than it seemed like from the outside. Well, for Sagrada Familia, the Barcelona trip paid off.

Ach und ansonsten gibts da auch noch ganz nette Fotomotive: Links oben die Deckenansicht der Kathedrale. Gaudi plante diese wie einen Wald, also Bäume aus denen Äste dann hervorgehen und die Decke stützen. Ein recht innovativer Ansatz dafür, dass der Bau 1882 begonnen wurde. Der Devise folgend „Die Sonne ist der beste Maler“ hat er dann das Fensterglas je nach Himmelsrichtung in warmen (Sonnenuntergang) oder kalten Farben (Sonnenaufgang) gestaltet. Der Hauptturm ist noch nicht fertig (Fertigstellung ist geplant für 2026 zum 100. Todestag Gaudis), soll aber nicht höher werden als der Montjuic, der „Haus- und Hofberg“ Barcelonas, weil Gaudi der Meinung war, dass Menschen nicht höher bauen sollen, als der von Gott geschaffene Berg. Ansonsten mag ich persönlich Aussichten durch Fenster oder Treppenformen recht gerne.

Some more nice picture motive: Upper left side is the ceiling planned like a forest with branches coming from the stem to stabilize the ceiling. Kind of innovative for a building started in 1882. With Gaudis motto „the sun is the best painter“he chose the colorful glass in different color shades, cold blue glass for sunrise and warm red glass for sunset. The main tower has not been finalized yet (it will be in 2026 when Gaudi is dead for 100 yrs) but it will not be higher than Montjuic, the mountain next to Barca. Why? Gaudi was of the opinion that something created by humans should not exceed something created by God. Yeah… I kind of like views from windows and beautiful stairways.

Nächste Station war dann der Park Guell, wirklich ein Muss für jeden Barca-Besucher. Allerdings gilt auch hier (wie auch für die Sagrada Familia): Unbedingt Tickets vorab online kaufen! Der Park fällt auch mit 6 € nicht sonderlich ins Gewicht, lädt aber dennoch zum Verweilen ein, denn auch hier hat Gaudi seine Kreativität bewiesen:

Next stop was park Guell which is a must-do for every Barca tourist. But again, like for Sagrada Familia, it’s crucial to first order the ticket online!! The park is only € 6 so not too expensive but you can spend some quality time here because Gaudi once again proved his creativity:

Und last but not least: The food! Ich habe es in Andalusien verpeilt, das Essen (& den Sherry!) angemessen abzulichten und hole das jetzt hiermit nach. Es gibt fast nichts, was ich gar nicht essen mag und ich liebe es auch hier, mich durchzuprobieren, auch wenn ich nicht genau weiß, was das nun eigentlich ist. Von daher kann ich eigentlich nur von positiven Erfahrungen mit Tapas, Wein und natürlich Sangria berichten.

Last but not least: The food! I just took a few photos from great tapas food and sherry in Andalucia so this is why I did it here. There are only a few things that I dislike and I absolutely love to try some funny food even when I’m not 100% sure what it actually is. So I can only tell you about my very positive experiences with all the tapas / foody stuff.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass man in der Stadt durchaus eine gute Zeit haben kann, gerade wenn man sich mit den Menschenmassen arrangiert hat. Fotomotive gibt es auch in Hülle und Fülle, was der Herz begehrt und wenn man dann doch mal seine Ruhe haben will, macht man es sich eben mit Sonne und Kamera auf dem Zimmerbalkon gemütlich – oder aber eben in der Strandbar oder dann nun doch in derjenigen H&M Umkleidekabine, die wohl den besten Ausblick überhaupt hat.

Finally I really had a good time in the city after adjusting to this massive amount of people here. Also there’s a lot to take pictures of and if I needed some quiet time, I just made myself comfortable with the sun and my camera on my rooms balcony – or in the beach bar – or in the changing room of H&M which is probably the one with the best view at all.

On my own: London

So. Der heutige Beitrag dreht sich um meine Londonreise vergangenes Wochenende. Und gleichzeitig auch meine erste nicht-Geschäftsreise, die ich alleine bestritten habe. Man findet eine Menge zu lesen bezüglich Alleinreisen von A wie alles ganz toll bis hin zu Z wie zum kotzen. Möglicherweise liegt die Wahrheit, wie bei fast allem in diesem Universum, irgendwo dazwischen. So etwa bei Buchstabe H wie Herausforderung oder bei S wie sich selbst besser kennen lernen. Zu meiner eigenen Überraschung war ich nicht aufgeregt oder hatte gar Angst. Im Gegenteil: Die Freude überwog deutlich. Während es doch eine relativ lange Zeit in meinem Leben gab, in der ich glaubte, nie mehr im Stande sein, überhaupt verreisen zu können, kann ich jetzt wohl einigermaßen stolz auf mich sein, dass das so gelaufen ist. Schön, es waren nur 3 Tage bzw. 2 Nächte. Und ja, es war nur London, wo ich im September erst war. Aber hey, irgendwo muss ja jeder mal anfangen, oder?

IMG_8320Um jetzt nicht noch mehr durcheinander zu werfen, der Reihe nach. Ab in den Bus zum Flughafen, der Moment beim Einsteigen, zu wissen, dass ich ab jetzt alleine bin: tolles Gefühl. Unabhängig. Selbstbestimmt. Frei.

 

IMG_8322Tja und dann war ich auch schon am Flughafen. Und auch wenn es mal wieder echt seltsam klingt (was daran liegen könnte, dass ich seltsam bin), ich fühle mich einfach unglaublich wohl auf Flughäfen.  Dieses Mal habe ich mir sogar die Zeit genommen und intensiv dokumentiert – jedenfalls für meine Verhältnisse. Diese Flugtafel in der Abflugshalle flasht mich einfach jedes Mal mit den schier endlosen Möglichkeiten, die man so eben ganz beiläufig an der Hand hat. Herrlich. Das Tor zu aller Welt. Und natürlich habe ich auf wieder während des Fluges fotografiert. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich geflogen bin, aber ich sehe doch beim Blick aus dem Fenster niemals das Selbe. Und dann – der Moment, in dem Britannien zu sehen ist. Gold. Jedes Mal.

Kaum angekommen, gehts auch schon hinunter in die Tube und beim 3. Versuch, die Oyster Card mit meiner Kreditkarte aufzuladen, hat es dann schließlich funktioniert (Karte war immer invalid, wobei ich paar Minuten zuvor noch ein paar Pfund am ATM abgehoben hatte… da heißt es durchhalten, keine Panik und wieder versuchen. Trotzdem sollte ich wohl meine Abrechnung jetzt gut im Auge behalten). Dann ab in die Bahn, die gerade mal 50 Minuten zum Leceister Square nach Soho braucht. Von dort war meine Unterkunft knapp einen Kilometer weg und ich gebe zu, ich war leicht unter Zeitdruck, da ich mir eine Karte für Les Miserables im Queens Theatre für die Matinee Vorstellung um 2:30 pm geholt hatte. In der Stadt war ich dann um 1 pm, das hat also im Endeffekt doch dicke gereicht. Und was soll ich sagen, das Musical ist wirklich großartig – und beide Vorstellungen an dem Tag waren komplett ausverkauft (ist ja nicht so, dass das schon ewig in London läuft…). Und hier auch der Twist zu dem Titel dieses Eintrags, denn „on my own“ ist eins der besten Lieder dieses Musicals. Danach dachte ich eigentlich, dass es nicht mehr besser werden kann, allerdings hatte ich für abends noch ein Theaterstück mit einem Schauspieler eingeplant, den ich schon lange mal live sehen wollte (und dieses Stück war der eigentliche Grund für meinen Besuch in London).

IMG_8336Ich wurde nicht enttäuscht, denn das Stück fand in einer umgebauten Halle statt und nicht im Theater und das Setting war eher wie ein Wohnzimmer. An den Stars wirklich auf 3 Meter dran sein zu können, ist echt eine schöne Sache, da weiß man auch, wofür man sein Geld investiert hat. Leider war drinnen erstens Fotografierverbot und zweitens das Licht so schlecht, dass es sowieso keinen Sinn gemacht hat, also hier mal der Eingang von außen (Charing Cross Road war – so ein Zufall – nur ein paar hundert Meter von meiner Unterkunft entfernt).

Leider war ich danach so müde, dass ich anstatt Samstagnacht in Soho zum Tag zu machen, einfach schlafen gegangen bin, obwohl echt richtig was in Soho los war. Aber nun, man kann nicht alles haben.

IMG_8346Am nächsten Morgen habe ich erst mal ein sehr ausgewogenes Frühstück genossen (außderdem hatte ich noch eine fast volle Stempelkarte im Cafe Nero). Danach ging es weiter zur Picadilly Station, wo ich mich mit Jake, einem Koreaner, den ich beim Sprachkurs im September kennen gelernt hatte, getroffen habe. Da es mal wieder regnete und auch nicht danach aussah, als würde sich das groß ändern, haben wir uns spontan für die Kew Gardens entschieden, von denen ich bisher immer nur gelesen, sie aber noch nie besucht hatte. Und was soll ich sagen – das war genau die richtige Entscheidung! Nur ein paar Tubestationen von Picadilly weg ist dieser überdimensionale Garten mit alten, riesigen Gewächshäusern. Palmen aus aller Welt, tropische Pflanzen, Wüstenpflanzen, dazu noch ein Treetop-Walk in luftiger Höhe (und wir haben vielleicht ein Drittel gesehen, bis uns die Füße weh taten) und Blumen, überall Blumen. Das ist sicherlich im Sommer auch einen Besuch Wert (10 Pfund Eintritt sind da meiner Meinung nach auch angebracht), schon allein weil man über die Themse mit dem Boot dort hinfahren kann (Ja, die Orchideen sind echt!)

Aber auch hier gibt es wieder Kuriositäten des britischen Denkens zu bewundern, die ich selbstverständlich nicht unerwähnt lassen möchte. Da ist zum einen – traditionell – die Sache mit dem Waschbecken. Ich werde aber nicht aufgeben, dafür eine sinnvolle Erklärung zu finden. Zum anderen treiben Warnhinweise ab und zu ihre eigenen Stilblüten… aber so sind die Briten: Höflicher Hinweis.

Besonders beeindruckt hatte mich allerdings die Wiese voller Krokus und eine sehr besondere Blume. Ich denke, beides gäbe ein gutes Poster ab, wenn ich denn nicht schon die ganze Wohnung mit Bildern aus Neuseeland tapeziert hätte.

Nach dem wirklich tollen Besuch sind wir dann zurück in die Stadt gefahren und Jake hat mich zu einem unkonventionellen, aber wirklich leckerem chinesischem Restaurant mitgenommen. Wenn man zu zweit ist, wird man an andere Tische dazu gesetzt und der Service war nicht unbedingt hervorstechend. Dafür war das Essen aber wirklich lecker (auf den europäischen Gaumen angepasst) und bei 6 Pfund pro Person inklusive kostenlosem Tee wirklich günstig für Chinatown. Den restlichen Tag habe ich damit verbracht, über Leceister Square, Soho und Oxford Street zu schlendern und immer wieder in Geschäften inne zu halten (ja, sonntags shoppen ist schon Luxus). Zum Abendessen bin ich dann bei meinem Lieblingsladen gelandet und habe mir mal echt was gegönnt: Maccaroni-Kohl-Auflauf, Obstsalat und Bananenbrot. Nicht günstig, aber wirklich natural und alles pipapo. Und natürlich mit der extra Prise Humor (siehe Serviette).

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An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Unterkunft eingehen: SoHostel mitten in Soho, nur 50 Meter von der Oxford Street und man ist in nullkommanix bei allen Westend Theatern, auf dem Leceister Square, Trafalgar Square und Picadilly Circus. Und für britische Verhältnisse wirklich sauber, groß und das Personal super freundlich und flexibel (Luggage storage war sowohl bei An – als auch Abreise kein Problem und sogar kostenlos). Und naja das Bett ging auch mal für 2 Nächte.

IMG_8396Und schon war es Montag und der letzte Tag gekommen. Ich habe mich wieder bei einem Frühstück gestärkt (dieses Mal war das Getränk dank meiner Stempelkarte for free) und habe dann beschlossen, die Oxford Street zu besuchen. Schließlich wollte ich noch einige Einkäufe tätigen, die in Europa (richtig, UK gehört nicht zu Europa) aufgrund des mangelnden Angebotes unmöglich sind. Ich war erfolgreich und hatte noch genug Zeit, sodass ich erst die ganze Oxford Street von Tottenham Court Road bis hin zu Marble Arch gelaufen bin und mir dann dachte, südlich der Straße Richtung Soho ist es auch ganz nett, also bin ich mal ohne Plan dort rumgelaufen. Und: Das sind meiner Meinung nach immer die besten Entscheidungen, solange man genug Zeit hat. Diese Ecken stehen in keinem Reiseführer und sind herzallerliebst. Insbesondere in dem geschäftigen, montäglichen Treiben. Aber auch der Schmuck für Chinese New Year in Chinatown, der Soho Square oder die Busse auf der Oxford Street sind einfach schön anzusehen, selbst im Regen strahlt diese Stadt (ja ich weiß, Freak…). Ach ja und alle paar hundert Meter gibt Infosäulen mit Stadtplänen, wo man ist und was wie weit weg ist – wieder mal sehr höflich.

IMG_8415 Mit meinen Einkäufen war ich recht erfolgreich, sowohl Tee von Whittard als auch Schokolade von Hotel Chocolat hat alles gepasst. Schnell noch eine Stärkung in Form eines Schokomuffins im Megges (gezahlt über den Automat mit Kreditkarte) und das free wifi ausgenutzt, bevor es zum Flughafen ging. Es ist einfach wunderbar, dass Transport for London so dermaßen gut ausgebaut ist, dass man noch nicht mal schauen muss, wann die Bahn fährt, weil sowieso alle 2-3 Minuten die nächste kommt. Ich kann schon verstehen, weshalb Menschen gerne in Großstädten leben (obwohl ich ein Landei bin…).

 

IMG_8423Ich kenne Heathrow noch aus dem September und von der Landung, aber mir war da gar nicht so bewusst geworden, dass das ganze Ding einfach super neu und modern ist. Und dass die Mitarbeiter auch super hilfsbereit sind, was ich gleich schon gemerkt habe, als ich einchecken wollte, früh, weil ich meinen Koffer mit den ganzen Einkäufen aufgeben musste und ich direkt mal auf den Flug 1 Stunde vorher gebucht wurde (scheinbar fliegt die LH stündlich diese Route), weil Sturm angesagt war und man nicht wusste, wie sich das Wetter entwickelt. Das Free Wifi am Flughafen hat mich gleich wieder erkannt und nach den Kontrollen hatte ich gerade mal noch eine knappe halbe Stunde, bevor das Boarding begann. Es hat allerdings gereicht, meine Trinkflasche aufzufüllen (die haben jetzt die Trinkbrunnen extra so konstruiert, dass Flaschen drunter passen – great!) und ich die Handcreme auf der Damentoilette nutzen konnte (I love Heathrow). Im Flieger kam die nächste Überraschung: Voller wurde es nicht.

IMG_8428Jetzt könnte man meinen, klar, das ist nun mal so wenn die so oft fliegen. Allerdings war der Hinflug voll bis auf den letzten Platz und ich würde mich wundern, wenn die Hinflüge signifikant weniger seien als die Rückflüge. Auch im September waren beide Flüge recht voll. Aber klar, ich möchte mich nicht beschweren und habe mich so breit gemacht wie ich konnte (und das kann ich sehr gut!). Leider war aufgrund des Sturms die ganze Sache eine ziemliche wackelige Angelegenheit (boah war mir schlecht nach dem Start) und es ist total übertrieben, wenn irgendwelche „ich fliege zum ersten Mal“- Gäste nur wegen eines Luftlochs hysterisch aufschreien. Aber ist man erst mal ganz oben, geht es eigentlich. Vor allem wenn dann das Catering kommt (ich mag ja Lufthansa als Airline echt gerne…)

Kurz vorm Verhungern gab es dann erst eine Käsesändwich und dann die Reste meines Megges Schokomuffins mit dem guten alten Tomatensaft (natürlich nicht ohne Pfeffer und Salz) zusammen (Anm. der Autorin: Nein, ich bin nicht schwanger und war es noch nie, aber salzig und süß ist einfach eine geile Kombi). Ach richtig, zu guter letzt nochmalein paar Fotos (wie gesagt, ich kann es nicht lassen)…

Ich war jetzt schon einige Male hier, aber ich plane direkt die nächste Reise in diese unglaubliche Stadt. Es gibt noch so viel zu entdecken und ich bin mir sicher, im August muss es noch schöner sein (da regnet es dann vielleicht nur 2 Stunden statt 6 Stunden..). So viel zu sehen und so wenig Zeit. Wenn wir dazu bestimmt wären, nur an einem Ort zu sein, hätten wir Wurzeln statt Beine.

Fazit zum alleine reisen: Es ist anstrengend, klar, aber man bekommt seinen Kopf unheimlich gut frei von allem anderen Kram weil man sich einfach so sehr auf das hier und jetzt konzentrieren muss, dass man keine andere Wahl hat! Mir hat es gefehlt, meine Eindrücke und Meinungen zu teilen, das war natürlich etwas schade. Ich werde trotzdem weiterhin ab und zu alleine verreisen, aber zeitlich limitiert oder aber dahin, wo ich weiß, dass es einfach ist, Leute kennen zu lernen (Sprachkurs, Backpackertouren etc.) Ich kann es trotzdem jedem nur empfehlen, das zumindest einmal gemacht zu haben 🙂

 

In diesem Sinne: Danke fürs Lesen  – auf bald!

 

… wobei mich auch Frankfurt nett begrüßt hat…

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Man kann ja nicht immer Glück haben…

Hallo und herzlich Willkommen zu dem ersten Blogeintrag im neuen Jahr. Den wollte ich eigentlich schon einige Tage früher fertig stellen, aber wie das halt so ist… Außerdem habe ich einen neuen Laptop und irgendwie ist es schwieriger, als gedacht, alle Bilder in der richtigen Reihenfolge im richtigen Ordner so zu kopieren, dass… naja gut, lassen wir das.

Was gibt es zu berichten? Ich habe Silvester in der Türkei verbracht, eine Woche All Inc in einem 5 Sterne Hotel (lokal versteht sich. Blöder Fehler).

Die Gesellschaft hätte nicht besser sein können, das Hotel aber schon. Bevor ich jetzt allerdings mit den üblichen Beschwerden starte, vorweg: Ich habe ein ganz „nettes“ Review auf holidaycheck geschrieben (wofür ich sogar noch Miles&More Bonusmeilen kassiert habe!!!). Trotzdem möchte ich euch einige Highlights nicht vorenthalten.

  1. Der Flug mit SunExpress.
    Als eingefleischte Kranich-Airline-Anhängerin ist es für mich stets eine mentale Herausforderung, mich an Billigairlines anzupassen. Gut, wenn die Flüge nun mal nur ein Drittel von dem gelben Standard kosten, dann geht das schon mal. Die Airline ist ja auch nicht schlecht, aber ich habe (selbst mit Condor, TUIfly etc.) noch NIE erlebt, dass noch nicht mal Wasser / Tee oder sowas an Board kostenlos ist! Nicht, dass das ein Problem gewesen wäre – aber dazu später. Außerdem war es doch irritierend, dass in einem Ferienflieger von Frankfurt nach Antalya zuerst einmal alle Durchsagen in der türkischen Sprache gemacht werden und wenn man ganz viel Glück hat, dann findet sich auch jemand vom Kabinenpersonal, der der deutschen Sprache mächtig ist. Nicht, dass ich das brauche, dass man überall meine Sprache spricht – aber eine Airline könnte sich doch ihrer Zielgruppe anpassen… oder?
  2. Lage des Hotels.
    War hätte geahnt, dass nur 30 km östlich von Side irgendwie doch dann alles anders ist? Der Ort, Okurcalar, machte auf den ersten Blick ja einen ruhigen, netten Eindruck. Dass der allerdings wirklich so abgelegen ist, dass man noch nicht einmal eine Strandpromenade zum joggen / spazieren gehen vorfindet, hätte ich nicht geglaubt. Somit durfte ich dann auf einer echt hässlichen Strecke an der Straße gegen meine männlichen Begleiter im laufen haushoch verlieren (wenn ich jetzt hier anmerke, dass durch den unebenen Asphalt meine Füße nach den 6 km echt kaputt waren, klingt das ein wenig zu Tussi-like fürchte ich…)
  3. Hotel selbst.
    Tja wer mich kennt, weiß, dass ich immer (oder zumindest häufig) Wert auf gutes Essen lege. Dass natürlich die Qualität bei einem All Inclusive Urlaub nicht unbedingt ungeahnte Höhen erreicht, ist mir durch meine vorherige Erfahrung in den Jahren 2012, 2014 und Sommer 2015 durchaus bekannt. ABER dass der Gast dann spätestens nach der ersten Hälfte des Urlaubs besser nur noch das isst, was 100%ig gekockt oder schuhsohlenartig durchgebraten ist, war mir dann doch etwas zu einschränkend. Klartext: Das Hotel hat wohl ziemlich oft mit Durchfallerkrankungen zu kämpfen. Deshalb steht das Hotelpersonal auch zu jeder Mahlzeit mit Desinfektionsmittel am Eingang zum Speisesaal (lobenswert) und das Zeug findet man auch auf dem Zimmer (gut mitgedacht). Dass diese Maßnahmen allerdings die Problematik nicht eindämmen können (vielleicht haben sie das auch und wir kannten den vorigen Zustand einfach nicht…), macht mir Sorgen (echt unschön). Aber was soll ich sagen, ich mag den Geruch des Zeugs irgendwie….
  4. Tierfreund-Club
    Es ist ja normal, dass in der Türkei einige Katzen unterwegs sind, also auch auf dem Hotelgelände; am Strand, am Poolbereich, an der Beach Bar. Man bekommt die da einfach nicht weg. Meistens sehen die ja auch ganz fit und gepflegt aus. Geht es allerdings soweit, dass das Hotel ein Katzenhaus (und damit meine ich nicht, ein Haus, welches von Katzen erobert wurde) auf dem Gelände hat, kann es gut und gerne passieren, dass diese liebenswerten Viehcher auch im Speisesaal und in den Aufenhaltsräumen unterwegs sind. Gerne lauern sie dann dem naiven Gast auf den Fluren vor den Zimmern auf und versuchen, sich im Moment der Türöffnung mit diesem in das Zimmer zu schleichen. Die Problematik sehe ich allerdings, wenn nicht nur Gäste diese putzigen Tierchen füttern – sondern auch Kellner dies tun.
    Der gewitzte Leser könnte jetzt auf die Idee kommen, dass die Durchfallerkrankungen und die Katzenverhältnisse in irgendeinem Zusammenhang stehen; da allerdings Tiere meistens die besseren Menschen sind, möchte ich nicht das Versagen der Hygieneverantwortlichen des Hotels den Samtpfoten anlasten.
  5. Strom
    Ja, das ist so eine Sache. Jedenfalls mit dem Strom und mir. War mir dann auch erst bewusst, als mir aufgefallen ist, dass ich irgendwie dann doch die einzige war, die regelmäßig einen Stromschlag am Kühlschrank mit den Wasserflaschen bekommen hat und einen recht heftigen Schlag sogar an der Saftmaschine. Meine Mitreisenden und andere Besucher hatten das Problem (teilweise offensichtlich erkennbar) ab und an, aber irgendwie hat nur mir regelmäßig der ganze Arm davon weh getan. Als wäre das nicht genug, fiel dann auch am vorletzten Tag der Strom im ganzen Ort aus, was das Hotel dazu veranlasste, seine Notstromgeneratoren hochzufahren. Eigentlich recht lobenswert, also welche zu haben und diese dann unverzüglich anzuschalten. Blöd allerdings: Einer von drei (?) Generatoren war leider nahe an unseren Zimmern aufgestellt, die Schallisolierung war – höflich gesagt – nicht vorhanden. Befand man sich im Zimmer, war keine normale Unterhaltung möglich und es mutete eher an wie ein Aufenthalt im Schiffsbauch als in einem Hotel. Gut, man muss den Hotelveranwortlichen hoch anrechnen, dass wir in einem anderen Zimmer hätten übernachten können, insofern das Ding die Nacht über hätte durchlaufen müssen (glücklicherweise ging es gegen 21:30 dann aus). Ich war ja nun schon einige Mal in Strandhotels in diesem Land, aber das habe ich noch nicht mitbekommen. Lustig nur: Im Mai 2015 in Istanbul fiel auch für einige Minuten der Strom in der Stadt aus (was laut Aussage der ortsansässigen so gut wie nie vorkommt, hier war man auch statt mit Notstromgeneratoren eher mit Kerzenlicht dagegen gewappnet) und genauso im Oktober in Greifswald (auch hier eine Seltenheit). Ich und der Strom haben möglicherweise doch eine sehr wechselhafte Beziehung.
  6. Schwimmen im Meer
    … geht natürlich trotzdem, und erst recht bei Sturm. Insbesondere gerne dann, wenn man bei dem Versuch, am Hotelstand zu baden, von Hotelmitarbeitern „freundlich“ darauf hingewiesen wird, dass man dies zu unterlassen hat (ich bin sicher, tief in seiner Seele hat der Angestellte das nett gemeint..). Allerdings kann der gewitzte deutsche Urlauber, der es ja immer besser weiß, einfach 500 Meter weiter gehen, auf einen Strandabschnitt von einem der unzähligen Hotels, die über den Winter geschlossen sind (hmm, vielleicht auch deshalb soooo viele Katzen bei uns…?). Runter mit den Klamotten, Badehose und TShirt sind ausreichend bei Sturm und 15 Grad und zack rein ins Wasser. Das war das erste Mal, dass ich dort gescheite Wellen gesehen habe, mit denen sich auch etwas Spaß haben lässt.
  7. Die (Halb-)Insel
    Links vom Hotel Richtung Strand ist eine grüne Halbinsel. Glücklicherweise hatten wir uns den Tag mit dem schönsten Wetter ausgesucht, um diese zu erkunden – war auch wirklich ganz nett. Das hat diese blöde Hotel-Durchfall-Situation etwas relativiert.

Alles in allem: Man kann nicht immer Glück haben. Und das meine ich noch nicht einmal ironisch. Die gebuchten Unterkünfte sind meistens wirklich top (bis auf das königliche Entwicklungsland…) und das Wetter spielt auch in der Regel mit (siehe vorige Klammer). Ich würde jetzt zu dieser Zeit nicht unbedingt wieder an die türkische Riviera fahren, und unabhängig von der Zeit nicht mehr in dieses Hotel (zur Info: Sealife Buket Beach – lernt aus meinen Fehlern und fahrt da nicht hin!!!). Trotzdem mag ich das Konzept des All Inc Urlaubes, denn wenn alles stimmt, kann das wirklich eine schöne Sache sein; einmal im Jahr oder alle zwei Jahre durchaus sehr entspannend – jedenfalls solange man noch „Entdeckungsreisen“ zusätzlich in sein Budget und Zeitplan rein bekommt. Falls jemand auf der Suche nach dem geilsten All Inc Hotel an der türkischen Riviera ist: Melas Resort bei Side-Kumköy, 99% Weiterempfehlung auf Urlaubsportalen und wirklich GENIAL in fast allen Punkten. Kein Vergleich mit dem hier beschriebenen Aufenthalt.

Genug gelästert. Meine Reisepläne für dieses Jahr ändern sich quasi stündlich, deshalb wäre ein Update hier irgendwie sinnlos. London zum Monatsende bleibt allerdings und ich berichte dann hier von meiner ersten (Kurz-)Reise alleine.

Stay tuned.

 

Achso: Es war natürlich nicht alles schlecht (um hier politisch korrekt zu sein…).. wie man sieht.7

Achso 2: Ich habe etwas mit meiner Kamera rumgespielt. Da ich aber keine Facebook Fotografieseite habe, kann ich im Grunde gar nix. Trotzdem echt cool, was da so alles geht (zumindest für jemanden, der außer dem Einschalt-Knopf und dem Auslöser sonst nie irgendwas an einer Kamera bedient hat).

 

 

To the sea / 2016

Die letzten Tage im hohen Norden verflogen auch – wer hätte es gedacht – erst gar nicht und dann gefühlt in zwei Minuten. Zwischen Fischbrötchen, Weihnachtsmarkt, Wasser und viel Wind (gaaaaanz viel) hatten wir uns dann aber doch den Weg nach Rügen gebahnt. Zwischendurch mit dem Gefühl, als überquere man die Golden Gate Bridge, landet man nach der Überfahrt aus Stralsund auf der Insel, die zunächst eher wie Festland anmuten lässt. Nach einer dreiviertel Stunde jedoch hat man die Küste erreicht (insofern man dem Navi folgt) und zwischen viel Wald ist dann tatsächlich doch etwas Strand zu erkennen.

 

Eine Anekdote kann ich allerdings noch bieten und möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Ich nehme mich ja selbst nicht ganz ernst – oder versuche es zumindest – und ich versuche auch, mich nicht allzu wichtig zu nehmen. Daher konnte ich auch sowohl in als auch nach der Situation darüber lachen. Ich war gerade auf dem Weg ins Office, habe das Gebäude betreten, rüber zum Fahrstuhl. Da läuft ein älterer Mann um die 60 vor mir, der mir irgendwie bekannt vor kam. Allerdings war er in Anzug gekleidet und diejenigen, die vor Ort in Anzug unterwegs sind, kenne ich alle. Die Verwirrung stieg, als er vor mir in den Aufzug steigt und auf die 4 drückt. Zur Erklärung: Die 4. Etage ist unsere Verwaltung, Etagen 5 und 6 sind ein Call Center. Nachdem er gedrückt hat, dreht er sich zu mir um und fragt (sehr freundlich): „Sie müssen doch bestimmt ins Call Center?“ Ich verkneife mir das erste Lachen und verneine, erkläre, dass ich auch in den 4. Stock muss. Er, irritiert, nickt, zögert, setzt wieder an: „Dann sind Sie hier Praktikantin?“ Oh ja. Wie gesagt, ich nehme mich nicht allzu wichtig, daher erkläre ich freundlich, dass ich eine ganz normale Arbeitnehmerin bin, was er kaum glauben konnte. Stellte sich dann heraus, dass er gegenüber von meinem Office im Besprechungsraum Englischunterricht gibt, ich ihn schon öfter gesehen habe und er mich. Sehr freundlich der Mann, nur etwas ungesund nah an den Fettnäpfchen bewegend.

Tja, und jetzt bin ich wieder zu Hause und in zwei Tage ist Weihnachten. Gefühlt hatte ich zwei Jahre keine Weihnachten (denn bei 25 Grad ist es einfah nicht das selbe!) und daher freue ich mich noch mehr als sonst. Trotzdem muss ich sagen, dass urlauben über die Feiertage auch nicht das Schlechteste ist, denn alleine die Geschenke-Rennerei ist ja schon irgendwie nervig. Nunja, so hat alles seine Vor- und Nachteile.

By the way – ab Oktober 2016 werde ich dann für ein paar Monte von der asiatischen Arbeitskultur und Leben dort berichten. Doch vorher gibt es noch ein paar kleinere Urlaube und hoffentlich Berichte. Beginnend mit Türkeiurlaub über Silvester, London Ende Januar, Skifahren im März, evtl. Marrakesch über Ostern, Andalusien im Mai, MTB Wochentour Ende Mai, Island im August, Cannstatter Wasen und das ewige Rom im September / Anfang Oktober. Und dann natürlich – hoffentlich – noch ein paar Städte in fascinating Asia und wenn ich es schaffe, dann auch nochmal Paris weil je suis Paris.

In diesem Sinne

Schöne Weihnachten & einen guten Rutsch!

Hier geht es 2016 weiter.

 

Nur ein (oder zwei) Gedanke(n)

So. Nun habe ich mich dazu entschlossen, zwei neue Reisearten auszuprobieren. Als Leser hat man ja hier gemerkt, dass ich mich eingehend mit diesen Themen beschäftige und Reisen, Reiseplanung etc. ganz oben auf meiner Was-mir-im-Leben-wichtig-ist-Liste stehen.

Zuerst werde ich also nun Ende Januar alleine auf Reisen gehen. Dazu muss man wissen, dass ich nie der Mensch war, der viel alleine gemacht hat. Mir wird schnell langweilig und meine beste Zeit hatte ich bisher immer in der passenden Gesellschaft. Nun stolpere ich aber alle paar Wochen wieder über die Problematik, dass ich schlichtweg nicht genug Mitreisende finde für die vielen Ziele, die mich interessieren und die schon gar nicht so viel ihres Einkommens investieren mögen. Wer bin ich, dass ich das verurteilen könnte – nur halt blöd für mich. Deshalb fange ich einfach klein an, mit 2 Nächten in – London. Ja, wer gut aufgepasst hat, wird gelesen haben, dass ich erst im September dort war. Allerdings sprechen mehrere Gründe dafür.

1. Ich liebe England. Ja, das ist so und wird auch immer so sein. Die Stadt sowieso, die Sprache (wer liebt diesen Akzent nicht?!), die Kultur, alles was es nur dort gibt und hier nicht. Und das Commonwealth an sich (treuer Fan von Neuseeland, Australien, Hong Kong…). Und ich liebe es auch, wenn ich selbst dazu komme, Englisch zu sprechen. Ach ja, und natürlich ist es das stilvollste Entwicklungsland …RULE, BRITANNIA.

2. Theater. Es wäre jetzt zu einfach zu sagen, dass ich Theater auch liebe. Daher erwähne ich einfach kurz, dass einer meiner liebsten Schauspieler in London auf der Bühne steht (Andrew Scott) und ich mir das keinesfalls entgehen lassen kann! Außerdem habe ich mir im September nicht Les Mis angeschaut (oookay, ein Musical, kein Theater, aber trotzdem) und das muss ich unbedingt nachholen, auch wenn die gescheiten Tickets 100 Pfund kosten. Experiences are far more valuable than money will ever be.

3. Ich bin noch nicht fertig mit UK. Ich war einige Male da (sicherlich nicht „oft“); im Süden zum Baden, in den Midlands zum Arbeiten für ein paar Monate und natürlich immer wieder London. Vielleicht hört das irgendwann mal auf, bisher allerdings noch nicht und so lange nutze ich das. Der 30 € Lufthansa-Gutschein (was, die verteilen Gutscheine?!) in meinem eMail Postfach heute morgen hat die Entscheidung bestätigt.

Also werde ich 3 Tage im schönen Westend verbringen – und selbstverständlich berichten. Vielleicht entdecke ich das alleine Reisen ja für mich und würde damit einige meiner Sorgen los 😉

 

Die andere Reisevariante sind Gruppenreisen. Das wird allerdings in Abhängigkeit davon mehr oder weniger extensiv erfolgen, wie mir das alleine Reisen (nicht) zugesagt hat. Angedacht ist hier auf jeden Fall ein – drei Länder, in denen ich noch nicht war und die eine sehr andere Kultur haben; huch! –  da eignet sich Asien ja perfekt dafür! Es gibt eine ganz nette Route von Singapur aus über KL, Penang und dann hoch über ein paar Inseln nach Phuket. Das klingt ganz nett und wäre eine schöne Möglichkeit, Ende 2016 dem kommenden Winter zu entfliehen. Ich werde natürlich berichten.

 

So viel dazu. Sorry, heute hat irgendwie der Witz gefehlt. Der hat sich vermutlich vor mir versteckt und ist zu Schreibern ausgebüxt, die ihn besser behandeln.

 

In diesem Sinne – bis demnächst.

 

 

[Wen es interessiert: Bild by myself. Neuseeland im Abel Tasman Nationalpark auf der Südinsel, 2014]

East Side Story

Nachdem ich fünf Wochen (die sich anfühlen wie fünf Monate) schon im schönen Osten der Republik verbracht habe (nein, kein Dauerurlaub sondern ARBEITEN), ist es Zeit für einen Zwischenbericht. Wobei hier zunächst der Begriff „Osten“ zu defnieren ist: Denn eigentlich könnte man auch von dem Norden reden oder zumindest dem Nordosten. Osten muss aber bleiben, denn  bis nach Swinoujscie über Usedom in Polen sind es nur 75 km. Allerdings sind es von meiner WG aus bis zum Meer bloß 6 km, daher vermutlich eher Norden als Osten. Nordosten?!

Navi_goodZumindest ziemlich weit weg. Weil im ersten Moment kann die Anzeige des Navis mit Ziel Greifswald ziemlich abschreckend sein. Aber so ein Roadtrip geht, auch alleine, viel schneller, als man eigentlich annimmt oder wie ich eigentlich angenommen hatte. Und natürlich wird man dann auch prompt mit einer wunderschönen Gegend und wahlweise auch Sonnenuntergängen belohnt, beides direkt um die Ecke von der eigenen Unterkunft.

 

Also ich muss schon sagen, für jemanden aus Südhessen ist das mit dem Wasser eine wirklich nette Sache. Sowohl der Fluss, als auch der Bodden (das ist nämlich kein Meer! – da hat das Landei wieder was gelernt).

 

Ansonsten gibt es auch kulinarisch eine Menge zu entdecken; seien es Dinge, die es in Südhessen auch gibt wie vegetarische Hackfleischbällchen vom LIDL oder eben lokale Spezialitäten wie beispielsweise Cocktails für 2,99 €, ein Lachbrötchen „Lachs im Obstgarten“ mit Lachs, Kirschmarmelade, Apfelscheiben und Salat (wirklich lecker!) oder echten Backfisch (der so gar nicht mit dem der Fastfood Kette Nordsee zu vergleichen ist).

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Und dann ist da natürlich noch die Mentalität der Nordostler. Natürlich darf jeder seine eigene Meinung haben (soll er ja auch!) und ich meine die folgenden Worte keineswegs abwertend, sondern möchte nur berichten, was ich erlebt habe. Leider habe ich bei den Aussagen keine Kamera zur Hand gehabt, denn vermutlich hätte mein Gesichtsausdruck zum allgemeinen Amüsement beigetragen. Aber nun, es muss auch so gehen:

Zitat 1: „Aber wissen Sie, an der Wende war ja auch nicht alles schlecht.“

Das ging so in Richtung „DreiSekundenverarbeiten – Stirnrunzeln – selbstdenkendassmanirgendetwasganzundgarnichtverstandenhat – heimlichschmunzeln – interessiertNicken“. Aber das war wirklich aufrichtig und vollkommen ernst gemeint. Könnte natürlich aber ja auch echt der Fall sein, dass ich einfach was nicht verstehe. Wenn dem so wäre, frage ich mich aber ernsthaft, wo mein Soli die ganze Zeit hingegangen ist.

Für das zweite Zitat brauche ich etwas Kontext, sowie die Warnung, dass scheinbar auch diese Seite hier von der aktuellen Flüchtlingsproblematik nicht verschont bleibt: Gegen Mittag im Büro, Leute der externen Firma kommen herein, die für die Raumpflege zuständig sind. Der junge Mann, um die Mitte zwanzig, hat einen Staubsauger dabei und fragt, ob er jetzt saugen kann. Ich stimme zu und stehe nach einer Weile extra von meinem Platz auf, dass er auch unter dem Schreibtisch sauber machen kann.

Zitat 2: „Bleiben Se‘ ruhig sitzen, eher Se‘ sich versehen, hockt da ein Flüchtling, und den werden Se‘ net mehr so schnell los.“

Äh. Ja. Gut.

Moment. WTF war das denn gerade?! Hier wäre meine Mimik höchstwahrscheinlich spannend gewesen. Nun gut, das lasse ich besser unkommentiert, dazu kann sich vermutlich ein jeder Leser seinen Teil denken.

Um vom Thema abzulenken, hier eine Impression des Marktplatzes bei Abend (lauer Septemberabend damals noch).

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Und wenn es eben doch mal zu viele Wolken am Himmel sind, dann einfach mal einen auf Superfotograf machen und tiefsinnig ablichten bzw. Bewegungen von Tieren. Naja, ansonsten hätte ich ja gar nichts zu erzählen 😉

 

Von Greifswald aus kann man auch nette Abstecher in andere Städte machen. Hierfür eignet sich beispielsweise das Seebad Warnemünde bei Rostock und natürlich auch Rostock selbst. Sind zwar ein paar Kilometer zu fahren, hat sich aber definitiv gelohnt, wie ihr seht. Ich glaube, es gibt sonst selten so breite Ostseestrände.

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Es lohnt sich auch das näher gelegene Lubmin, wenn es um Strand geht. Hier sind gerade mal zwanzig Kilometer zurückzulegen und ZACK ist man an Meer (sogar am richtigen Meer, nicht am Bodden). Von den Windböen in SuperorkanundWellenStärke mal abgesehen, ist es wirklich sehr schön hier; wenn man sich in den Nadelwald zurückzieht, der direkt hinter dem Sandstrand kommt und nicht unbedingt der Meinung ist, auf den Steg zu marschieren, lässt es sich auch gut aushalten.

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Ja, ich muss wirklich zugeben, es hat definitiv was, so nahe an der See zu leben. Wirklich eine wunderbare Sache, die ich echt vermissen werde! Tja und zu guter Letzt folgt nach einem Besuch in Stralsund noch der Blick nach Rügen von Stralsund aus (upcoming Mitte Dezember mit einem weiteren Bericht), mit einem Randgruß der Gorch Fock links.

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Und weil das kein schöner Abschluss für einen Beitrag ist, möchte ich mit einer letzten Impression des Marktplatzes in Greifswald schließen, die ich voll und ganz unterschreiben kann und durchaus einen Lacher wert war:

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Bis dahin.

 

Mailand: Ist das noch Italien?

.. ist die Freiheit grenzenlos.
Über den Wolken…

Die Ernüchterung bezüglich Mailand und der Expo (unser eigentlicher Grund für die Anreise) begann relativ harmlos. Ich glaube, es wird immer so sein, dass ich im Flugzeug am Fenster sitzen möchte (gut, es sei denn es ist Langstrecke in der Economy, da ist Fenster mit zwei Nebensitzern ätzend). Das war jetzt in 2015 mein 11. Flug und Ende diesen Jahres kommt noch einer. Klar, da fragt man sich schon manchmal ob das jetzt reicht oder nicht oder zu viel ist oder sowas, aber Tatsache ist, dass es einfach unglaublich wunderschön ist, jedes Mal neu festzustellen, dass die Sonne niemals weg ist, sondern immer da ist – eben über den Wolken.

Über den Wolken...
…ist die Freiheit wirklich grenzenlos

Für mich hat das was ungemein Tröstliches und selbstverständlich auch Faszinierendes weil die Kulisse nie gleich aussieht. Gut, man hat verschiedene Länder oder Städte unter sich (meine persönlichen Highlights: Istanbul bei Nacht, die Landschaft Englands mit den abgegrenzten Feldern und Mäuerchen sowie das Eis von Grönland), aber trotzdem steht die Sonne immer anders, die Wolken haben doch immer eine andere Form und im Endeffekt entgeht dem aufmerksamen Beobachter nicht, dass auch hier Entwicklungen stattfinden. Aber genug der Philosophie (und den Klassiker „über den Wolken will ich hier auch nur indirekt in der Bildunterschrift bemühen…).

Auch wenn mich meine Lieblingsairline auf Kurstrecken regelmäßig enttäuscht, dieses Mal in Form des Snacks, der aus einem Jogurt und 2 seltsam schmeckenden Keksen bestand, bietet sie oft immer noch die besten Preise ab Frankfurt. Jo, also wieder auf mit dem Kranich und ab nach Italien. So der Plan. Von Italien hatte ich bisher nur Florenz gesehen und wahrscheinlich müsste ich hier einen eigenen Eintrag über die Schönheit dieser Stadt schreiben, aber ich war komplett begeistert und hatte zumindest eine gewisse Ähnlichkeit auch in Mailand erwartet.

Böser Fehler.

So in etwa.. dachte ich.
So in etwa.. dachte ich.

Nett: Dom, Einkaufsstraße von dort aus und außerdem zwei, drei Luxuseinkaufsstraßen, die wir dann entdeckt haben – die sahen dann auch wirklich mal aus, wie beispielsweise in Florenz die meisten Straßen aussehen. Süß, klein, verwinkelt, „typisch italienisch“ eben (oder nun doch eben NICHT!). Nun gut, das war wohl um die Ecke vom Four Seasons, haben wir aber erst später gesehen. Aber der Reihe nach.

Il Duomo
Il Duomo

Der Dom war zugegeben echt ganz chic, auch wenn die doch sehr aufdringlichen Armbandverkäufer sich teilweise zu viert auf uns gestürzt haben mit den Worten „Hakuna Matata – it is for free“. Glücklicherweise waren wir schnell genug und sind ihnen entkommen.

Wenn man aber dann mal um den Dom herumgeht, sieht man die wahren Ausmaße der Globalisierung und den gesättigten Märkten. Oder so ähnlich jedenfalls. Möglicherweise ist es mir einfach entgangen, ich habe nicht darauf geachtet oder schon wieder vergessen, aber meines Wissens nach hing beispielweise am Westminster Abbey kein überdimensioniertes Werbebanner für irgendwelche Schuhe oder Ähnlichem. Hier halt schon.

Ja, wir nutzen jede Werbefläche. MfG Turkish SHOES.
Ja, wir nutzen jede Werbefläche. MfG Turkish SHOES.

Auch wenn der nette junge Mann auf dem Plakat nicht unbedingt unesthetisch wirkt, so ist das doch – meiner bescheidenen Meinung nach – dezent fehl am Platz. Aber vielleicht bin ich zu konservativ. Eine vergleichbare Situation hatte ich zuletzt in Nottingham, UK, 2010 erlebt – da haben wir in einer zu einem Pub umgebauten Kirche mit einem Pitcher Margarita vorgeglüht, um dann feiern zu gehen. Nun gut: Andere Länder, andere Sitten.

Duomo Shop. Gibt es hier Turkish SHOES?
Duomo Shop. Gibt es hier Turkish SHOES?

Aber es geht natürlich noch weiter. Welcher Dom hat auch heutzutage keinen gut sortierten Fanshop direkt nebenan? Man hat ja mit der Zeit zu gehen, und selbstverständlich nehmen die auch Kreditkarten. Da ist man in Hong Kong in einem Kloster womöglich überrascht, dass man zwar keine Fotos machen darf, der Shop aber in fünf Sprachen darauf hinweist, dass Visa und Mastercard gern gesehene Plastikteile sind.

Koreanisch-italienische Freundschaft.
Koreanisch-italienische Freundschaft.

Ja und dann ist da noch unser Freund Samsung. Mein Italienisch ist zwar leicht eingerostet (ich habe mich auf Grazie und Prego während des Aufenthaltes beschränkt), aber trotzdem konnte ich mir einigermaßen zusammenreimen, dass hier ganz offensichtlich ein koreanisches Unternehmen den Aufbau einer italienischen Kathedrale unterstützt. Jetzt würde mich doch mal interessieren, ob das in Florenz, Rom oder wo auch immer ähnlich ist und wenn ja, gäbe es da in Deutschland ja auch einige Kirchen zu restaurieren. Ob die wohl auch Umbauten von finanziell eher schwach aufgestellten Kirchen in Bars vornehmen? (Der gemeine Koreaner gilt als recht trinkfest, sollte ihnen also womöglich entgegenkommen).

Aussicht
Aussicht

Aber genug der Kirchen-Blasphemie (ich muss unbedingt nach Rom, um hier entsprechend schreiben zu können…obwohl, besser nicht). Unser Hotel war ganz süß und unerwartet sauber. Die Aussicht vom Mini-Balkon hat mich dann doch wieder versöhnt, da hatte ich mein „typisch Klischee-italienisch“ dann zurück. Das Hotel „Nuovo Marghera“ in der Via Marghera war ein paar Metrostationen außerhalb, aber dafür recht preisgünstig.Und die Toilette war auch eine spannende Angelegenheit: Es gab im Frühstücksraum zwei davon, eine für Damen und eine für Herren. Soweit nichts Ungewöhnliches, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass die Behindertentoilette in der Herrentoilette integriert war.

No offense!
No offense!

Zufälligerweise (nein, natürlich nicht zufällig!) lag das Hotel etwa 30 Sekunden Fußweg von einer Metrostation entfernt. Diese haben in Mailand wirklich spannende Namen, denn von „Uruguay“ bis „Wagner“ war echt alles dabei!

Der Wagner ohne Richard (okay, der war schlecht...)
Der Wagner ohne Richard (okay, der war schlecht…)
Sechseinhalb. Einfach sechseinhalb.
Sechseinhalb. Einfach sechseinhalb.

Dafür allerdings nehmen es die Italiener doch mit der Zeit genauer, als so manches Voruteil vermuten lässt. Natürlich auch wieder die Vermutung, dass das meine eigene verzerrte Wahrnehmung ausmachen könnte, allerdings habe ich noch in keiner größeren Stadt gesehen (noch nicht mal in Asien!), dass die Warteminuten in der Metro so detailliert angegeben werden. Siehe Bild.

Vorspeise
Vorspeise (das Brot kam dann, als wir fast alles gegessen hatten…)

Bevor ich auf die Expo eingehe, noch ein Schwenker zu einem essentiellen italienischen Tatsache: Das unglaublich leckere Essen. Wie es der Zufall wollte (und dieses Mal war es wirklich ein Zufall!), lag direkt neben unserem Hotel eine typisch italienische Pizzastube. Das fing schon so an, dass das Restaurant erst um Punkt sieben Uhr aufgeschlossen wurde, und die Schlange, welche sich davor gebildet hatte, bis zu diesem Zeitpunkt eiskalt ignoriert wurde. Man sprach natürlich italienisch dort und die Kellner zeigten wenig Begeisterung davon, hier abzuweichen.

Pizza soloNachdem ich in London lernen durfte, was Sprachbarrieren sind, war die Kommunikation im Vergleich doch recht einfach. Die vielen Einheimischen, die beim Verlassen des Restaurants über die Wartezeit mit einem Glas Sekt aufs Haus hinweggetröstet wurden, hatten uns noch zusätzlich bestätigt, dass die Wahl dieses Lokals goldrichtig gewesen war. Abgesehen davon war es wirklich sehr sehr lecker!!

Die Schmankerl am Rand wie das besondere Parkschild oder den Clear Blue Schwangerschaftstest, den es in einer Art Automaten-Apotheke für günstige 40 € (in Worten: vierzig) zu haben gab (leider habe ich versäumt, das abzulichten) möchte ich hier noch erwähnt wissen. Auch, dass die Supermärkte dort noch ein wenig anders organisiert sind, als in unseren Landen; so nach und nach kann ich die Vorurteile bezüglich der deutschen Effizienz ja nachvollziehen.

Gut, unsere Einkäufe waren eher limitiert auf das Wesentliche.
Gut, unsere Einkäufe waren eher limitiert auf das Wesentliche.

Ob es da welche gibt?

So, nun aber zur Expo. Vielleicht lag es daran, dass wir am Wochenende waren – aber Hauptsache mal Witze darüber gemacht, dass jetzt bestimmt niemand mehr hin gehen will – aber mit solchen Menschenmassen habe ich vielleicht in London’s Rush Hour gerechnet, aber sicherlich nicht zum Ende einer Weltausstellung in Italien. Naja gut, man kann ja auch mal (meilenweit) daneben liegen. Das hätte uns eigentlich schon auf der Fahrt mit der Metro nach RHO Fiera zum entsprechenden Bahnhof auffallen müssen, aber wir machten uns lieber darüber lustig, dass die umsatzorientierten Italiener die Innenstadtzone zwei Stationen vor diesem Bahnhof haben enden lassen, sodass, um dort hinzukommen, ein Aufschlag zu bezahlen war. Gewinnmaximierung vor Simplifizierung. Die ersten Schlangen haben wir dann noch relativ zäh überstanden, denn wir wussten glücklicherweise nicht, was auf uns zukommt.

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Nachdem man dann durch die Sicherheitschecks war, musste man noch einmal etwa 15 Minuten laufen und dann kam man auf den „Hauptgang“, an dem die Expopavillons – einige schön, andere weniger – errichtet waren. Note: Vielleicht lag es auch an dem sehr grauen Himmel, aber irgendwie sah das alles relativ trist und unspektakulär aus. Die Idee, hierher zu fahren, entstand ursprünglich daraus, dass wir beide auf der Expo 2000 in Hannover (ja, lang ist’s her) waren und das beide als echt toll gemacht (landschaftlich u.a.) und spannend (die Pavillons) in Erinnerung hatten. Tja, also landschaftlich war da eher reduziert zu Stein und Plane (bis auf die Außenhüllen der Pavillons) und spannend – dazu komme ich gleich.

„Der Hauptgang“

Ich könnte jetzt zunächst beschreiben, dass uns die Schlangen an den vorderen Pavillons abgeschreckt haben und wir einfach weiter nach hinten gehen wollten, in der Hoffnung, dass es dort weniger sein würde. Auch passt es hier eigentlich darüber zu schreiben, dass Lindt auch einen Pavillon hatte und wir uns dann dort angestellt haben – Wartezeit war nur etwa 30 Minuten. Doch dann müsste ich auch schreiben, dass die Freude schnell verging, denn der Pavillon bestand gerade mal aus ein paar Bildern von Kakaobohnen, dem Prozess der Schokoverarbeitung und natürlich einem riesigen Shop (mit selbstverständlich deutlich höheren Preisen als in Deutschland).

Nein, ich möchte nicht mit Worten langweilen sondern das Erlebnis mit einem einzigen Bild zusammenfassen:

... die Stunde hat sechzig Minuten, oder? Also 240 durch 60... ehhh.. 4 - stimmt das? Kann das wirklich sein?!?!?
… die Stunde hat sechzig Minuten, oder? Also 240 durch 60… ehhh.. 4 – stimmt das? Kann das wirklich sein?!?!?

Ja, es konnte. Nicht, dass wir das ausprobiert hätten (um Gottes Willen!!), aber wer jetzt denkt dass die ecuadorische Ausstellung einfach nur besonders nachgefragt war, hat sich geschnitten (genau wie wir…). Von den Länderpavillons war nichts in unter drei Stunden zu haben und das hat uns jetzt eher peripher motiviert. Selbst für die Essensbuden musste man 30-45 Minuten anstehen. Gut, man kann nicht immer Glück haben. Also noch schnell auf den deutschen Pavillon drauf (das ging zum Glück ohne längere Wartezeiten) und hier noch ein paar Impressionen festgehalten. Das war auch mein eigentlicher Grund, die Ausstellung zu besuchen, denn diese „Bäume“ auf den Fotos sind sog. Solarbäume mit organischen Photovoltaikmodulen, die in dem Business Field entwickelt wurden, in dem ich auch arbeite. Quasi das Projekt der Kollegen erstmals auf großer Bühne. Die kann man drucken, sind daher super flexibel, erzeugen auch Energie wenn bewölkt und sind auf für die Indoor-Anwendung geeignet. Genug der Werbung, lassen wir Bilder sprechen.

Die Module. Bei dem Wetter sicherlich sinnvoll, dass die auch ohne direkte Sonneneinstrahlung funktionieren.
Die Module. Bei dem Wetter sicherlich sinnvoll, dass die auch ohne direkte Sonneneinstrahlung funktionieren.

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Eigentlich ganz cool waren die Infotafeln über die einzelnen Bundesländer (siehe linkes Bild mit den blauen Schildern). Ich mag es echt gerne, zu lesen, wie Deutschland, seine Bewohner und Eigenheiten gegenüber anderen Ländern dargestellt und gesehen werden, daher konnte ich es nicht lassen, einige Infos festzuhalten und hier hochzuladen. Die Interpretation überlasse ich euch, möchte hier nicht noch weiter polarisieren als ohnehin schon (Bilder werden groß beim Klick darauf).

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Nachdem Lindt – Pavillon und dem Aufgang zu den Solarbäumen haben wir dann den Expobesuch beendet – man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist!!

Die restlichen Stunden in der Stadt verflogen relativ schnell. Ich möchte an der Stellte noch den Disney-Store erwähnen, der nun ja neuerdings auch Star Wars führt. Trotz der Kommerzfaktors macht es immer wieder Spaß, einen zu besuchen.

Auswahl
Auswahl
Bei dem wäre ich fast schwach geworden.
Bei dem wäre ich fast schwach geworden.

IMG_7430Außerdem gibt es hier „die etwas andere Ampel“, die uns zufällig im Weg gestanden hat. Habe ich auch noch nirgends sonst gesehen, aber gar keine so schlechte Idee;  Farbe rot war ganz normal.

IMG_7454Und auch hier gibt es Preise, die jenseits von gut und böse sind. Wir haben natürlich vorher auf die Karte geschaut, wussten das auch aber wollten das zumindest einmal machen – außerdem gab es akuten Toilettenmangel (due to a lack of Starbucks in the whole city). #mangönntsichjasonstnix #hashtagssindjasooooocool.NICHT

IMG_7455Netterweise konnten wir die letzten Stunden vor dem Abflug noch bei gutem Wetter im Park verbringen, auf einer Bank in der Sonne, bevor es ab in die Kälte ging. Das ist natürlich der große Vorteil des Südens – aber man kann ja nicht alles haben, hat mal irgendwer gesagt.

IMG_7457Zu guter Letzt noch ein paar Kuriositäten vom Flughafen. Da ist zum einen der günstige Trüffel für nur 69 € pro 2,5 g, von denen schon einige verkauft waren (oder es zumindest so aussehen sollte). Aber Hauptsache mal ein Schnäppchen im Duty Free gemacht.

IMG_7459Und darüber muss ich glaube ich auch nicht so viel sagen; kann mir aber gut vorstellen, dass sowas nur in Italien wirklich ein Standardprodukt ist, was mal eben am Flughafen erworben werden kann. Nunja, scheint sich ja zu lohnen, sonst würde es nicht hängen. Und man hat durch den Kauf den riesigen Vorteil von vollen 16 statt nur 12 popelige Monaten. Wenn das mal kein schlagendes Kaufargument ist.

IMG_7482Manchmal gibt es Produkte oder deren Variationen, die in Deutschland nicht unbedingt erhältlich sind. Abgesehen von KitKat Oreo, die mir in NZ im Supermarkt über den Weg spaziert ist, fand ich das Kinder Bueno White, was es in Italien an jeder Ecke gab, auch besonders gelungen. Natürlich haben wir direkt einen Import-Export davon gegründet. Völlig unverständlich für mich wird aber immer bleiben, wieso das teilweise so restriktiv gehandhabt wird. Da entgeht den Konsumgüterunternehmen meiner Meinung nach einiges an Umsatz.

IMG_7465Zum Schluss noch eine kleine Inspiration für meine nächsten Reisen: Das Streckennetz von Lufthansa. Okay, Asien ist irgendwie abgeschnitten, aber ich möchte darauf hinweisen, dass das keine Absicht war, weil mich das auch sehr interessiert und viel realistischer im Budget liegt. Da möchte ich dann doch noch das Zitat von Susan Sontag bemühen:

„I have not been everywhere, but it’s on my list.“

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit!